Experten und Spezialisten aus einem medizinischen Teilgebiet

Unser Ziel ist es, Ihnen in kurzer Zeit einen anerkannten Experten in dem für Sie wichtigen medizinischen Teilgebiet zu vermitteln, damit Sie umfassend beraten werden können. Im Vordergrund steht dabei die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme. Validität ist ein Ausdruck für Gültigkeit einer wissenschaftlichen Feststellung. Sie suchen eine gültige Antwort auf eine medizinische Frage - dabei möchte Vali-Med Ihnen helfen.

 

Dazu konnten wir bislang folgende medizinische Experten gewinnen:

       
 

Prof. Dr. Jochen A. Werner

  Prof. Dr. Jochen A. Werner
Spezialgebiet: HNO - Kopf-Hals-Tumoren, Hämangiome, Laserchirurgie im Kopf-Hals-Bereich, vaskuläre Malformationen
Prof. Dr. Jochen A. Werner bei Vali-Med anfragen.
       
 

Dr. med. Winfried Häuser

  Dr.med. Winfried Häuser
Spezialgebiet: Reflux - gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)  

Dr. med. Winfried Häuser bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen Rosahl
Spezialgebiet: Neurochirurgie  

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Priv.-Doz. Dr. med. Ursula Peschers

  Priv.-Doz. Dr. med. Ursula Peschers
Spezialgebiet: Belastungsinkontinenz der Frau 

Priv.-Doz. Dr. med. Ursula Peschers bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Priv. Doz. Dr. med. Gerhard Hesse

  Priv. Doz. Dr. Gerhard Hesse
Spezialgebiet: HNO - Tinnitus (Diagnostik und Therapie)
Priv. Doz. Dr. Gerhard Hesse bei Vali-Med anfragen.
       
 

Dr. med. Winfried Häuser

  Dr. med. Winfried Häuser
Spezialgebiet: Fibromyalgie / Fibromyalgiesyndrom
Dr. med. Winfried Häuser bei Vali-Med anfragen.
       
 

Prof. Dr. Michael Strupp

  Prof. Dr. Michael Strupp
Spezialgebiet: Neurologie - Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Prof. Dr. Michael Strupp bei Vali-Med anfragen.
       
 

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner

  Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner
Spezialgebiet: Obstipation | Darmverstopfung 

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Prof. Dr. Peter Mayser

  Prof. Dr. Peter Mayser
Spezialgebiet: Pilzerkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde 

Prof. Dr. Peter Mayser bei Vali-Med anfragen.

 

       
       
 

Prof. Dr. Werner Hosemann

  Prof. Dr. Werner Hosemann
Spezialgebiet: HNO - Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Nasennebenhöhlen
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Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

  Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart
Spezialgebiet: Kardiologie - Koronare Herzkrankheit, Schwerpunkt Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen
Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart bei Vali-Med anfragen.
       

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Obstipation | Verstopfung ICD-10: K59.0 Obstipation

Eine Obstipation (lateinisch ob, „zu“, „entgegen“ und stipare, „vollstopfen“, „dicht zusammendrängen“, aber auch obstipatio, „das Gedrängtsein“) ist die akute oder chronische Verstopfung des Darmes. Ursachen sind krankhafte Veränderungen des Darmes, Fehlernährung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Stoffwechselstörungen oder Störungen des Elektrolythaushaltes (häufig Kaliummangel). Auch nach Bauchoperationen kann es in Folge von Verwachsungen oder fehlender Peristaltik zu einem Passagehindernis des Stuhlgangs kommen. Eine weitere Form der Obstipation ist das obstipations-prädominante Reizdarmsyndrom.
Bei totalem Erliegen des Stuhltransports spricht man dagegen von einer Koprostase.

Historisches:
Bereits im alten Ägypten und im Mittelalter wurden Verdauungsstörungen nachweislich beschrieben. In medizinischen Schriften aus jenen Zeiten sowie in Literatur und Kunst finden sich zahlreiche Hinweise auf Obstipation. Heute leiden in Deutschland etwa 30 % der Bevölkerung an einer Obstipation, dabei sind Frauen etwa doppelt so oft betroffen wie Männer. Betroffen sind Menschen jeden Alters.

Verdauung:
Die Nahrung wird im Verdauungstrakt transportiert, bis die verwertbaren Bestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Wasser, Mineralstoffe, Vitamine) entzogen und die Reste (Faeces) zur Ausscheidung bereit sind. Der gesamte Verdauungskanal (Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm und After) ist beim Erwachsenen bis zu neun Meter lang. Eine vollständige Darmpassage kann bis zu 30 Stunden und länger dauern. Dabei unterliegt der Stuhlgang zeitlich starken Schwankungen.

Formen:
Akute Obstipation:
Eine akut einsetzende Verstopfung kommt relativ selten vor und muss abgeklärt werden. In den meisten Fällen sind die Ursachen einer akuten Verstopfung in den persönlichen Lebensumständen der Betroffenen zu suchen. Die Beschwerden gleichen denen der chronischen Verstopfung. Treten zusätzlich zu den Verstopfungsbeschwerden Symptome wie
heftige Schmerzen 
angeschwollener Bauch 
Erbrechen von Kot (Miserere) 
Schock 
auf, können diese Beschwerden auf einen Darmverschluss (Ileus) zurückzuführen sein. Diese Patienten müssen sofort medizinisch betreut werden, bisweilen ist eine sofortige operative Behandlung notwendig. Eine akute Verstopfung kann auch die Folge eines Schlaganfalls oder eines Bandscheibenvorfalls sein.

Chronische Obstipation:
Von chronischer Obstipation spricht man, wenn
über mehr als drei Monate der Stuhlgang regelmäßig vier Tage ausbleibt 
starkes Pressen erforderlich ist 
ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung bestehen bleibt 
Entsprechend ihrer Ursachen wird die chronische Verstopfung in drei Gruppen eingeteilt, die kologene Obstipation, die anorektale Obstipation und die idiopathische Obstipation, bei der keine eindeutige körperliche Ursache gefunden wird.

Kologene Obstipation:
Die kologene Obstipation ist eine Form der chronischen Verstopfung, die auch unter dem Begriff „Slow-transit-Obstipation“ bekannt ist. Durch mangelnde Beweglichkeit des Darms wird der Darminhalt nur langsam vorwärts bewegt. Da dem Darminhalt ständig Wasser entzogen wird, entsteht harter Stuhl. Die Ausscheidung kann dadurch um bis zu 2 Wochen verzögert sein. Folgende Ursachen können dafür verantwortlich sein:
ballaststoffarme Ernährung 
Nervenstörungen z. B. im Nervengeflecht des Darms, in der zentralen Nervensteuerung oder durch neurologische Erkrankungen 
Diabetes mellitus 
Multiple Sklerose 
Morbus Parkinson 
Sklerodermie (Erkrankung des Gefäß- und Bindegewebes) 
muskuläre Störungen und Bindegewebserkrankungen 
hormonelle Einflüsse, z. B. bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) 
Dolichokolon (angeborenes überlanges Colon > 1,5 m) 
Nebenwirkungen von Medikamenten: Mittel gegen psychische Erkrankungen (Psychopharmaka), Schlafmittel, Beruhigungsmittel, aluminiumhaltige Magensäurebinder (Aluminiumsulfat), Opiate (z. B. Morphin), Eisenpräparate, entwässernde Medikamente (Diuretika), Antihypertensiva, Antiparkinsonmedikamente, Antiepileptika, Anticholinergika (bei Harninkontinenz) 

Anorektale Obstipation:
Die anorektale Obstipation ist eine Form der chronischen Verstopfung, die auf Veränderungen oder Störungen im Bereich des Enddarms und des Afters zurückgeführt wird. Zu den Ursachen zählen:
Verengung des Darmausgangs (Analstenose) 
Herausrutschen eines Teils des Mastdarmgewebes aus dem After (Rektumprolaps, Analprolaps) 
Aussackung des Enddarms (Rektozele) 
angeborene Verdickung des inneren Schließmuskels (Sphincter internus) 
gestörte Motorik von Enddarm (Rektum) und After 
verminderte Rektumsensibilität 
gestörte Koordination der inneren und äußeren Schließmuskeln 

Idiopathische Obstipation:
Bei der idiopathischen Obstipation kann keinerlei krankhafte Veränderungen der Darmfunktion oder der Darmanatomie ärztlich festgestellt werden. Diese Verstopfung ist häufig zu finden. Man unterscheidet zwischen einer sogenannten Slow Transit Constipation (gestörte Stuhlpropagation durch das Kolon) und einer Beckenbodendysfunktion (Störung der Stuhlentleerung aus dem Rektum, sogenannte Outlet Obstruction). Da keine organischen Ursachen gefunden werden können, wird diese Verstopfungsform anhand der Beschwerden der Patienten und mit Hilfe einer Transitzeitmessung festgestellt. Transitzeit ist die Zeitspanne von der Aufnahme bis zur Ausscheidung der Nahrung. Auch eine Rektoskopie und eine Sphinktermanometrie (Druckmessung des Schließmuskels) sollte durchgeführt werden, um die Diagnose abzusichern. Häufige Ursachen sind:
willkürlich unterdrückter Stuhldrang 
Stressfaktoren 
Reizdarmsyndrom (bei schmerzhafter Obstipation) 

Reiseobstipation:
Die Reiseobstipation zählt eigentlich zur kologenen Obstipation (s. o.); da sie zeitlich begrenzt (zumeist zu Beginn der Reise) auftritt, ist sie nicht zu den chronischen Verstopfungen zu zählen. Eine plötzlich auftretende Verstopfung kann Folge einer Umstellung der Ernährung und der Umgebung bei einer Reise sein. Der Körper ist mit der neuen Situation nicht vertraut und reagiert mit einer vorübergehenden Darmträgheit. Ursachen einer Reiseobstipation können sein:
ungewohnte Nahrungsmittel und Gewürze 
Flüssigkeitsmangel bedingt durch hohe Temperaturen und trockene Luft 
Zeitumstellung bei Fernreisen 
ungewohnter Alltagsablauf 

Pseudo-Obstipation:
Wenn der Darm entleert ist, kann es einige Tage dauern, bis wieder normaler Stuhlgang auftritt. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Vorgang und nicht um eine Verstopfung. Die Einnahme eines Abführmittels ist unnötig. Gründe für eine solche Darmentleerung können sein:
Ernährungsumstellung, z. B. Diät, vorangegangene Fastenkuren 
heftiger Durchfall 
Darmuntersuchungen, z. B. Koloskopie 
Missbrauch von Abführmitteln 

Ursachen für Obstipationen:
Mangel an physikalisch wirksamen Nahrungsreizen 
Vitaminmangel 
Diabetes mellitus 
Autonome Polyneuropathie 
M. Addison 
M. Parkinson 
Multiple Sklerose 
Hyperparathyreoidismus 
Hyperkalzämie 
Hypokaliämie 
Bewegungsarmut des Abdomens durch Abschwächung der Zwerchfellatmung 
Mangel an körperlicher Betätigung 
Abschwächung der Rumpfmuskulatur 
von der Wirbelsäule herrührende (vertebragene) Reizzustände 
psychische Beeinflussung 
Abstumpfung der Darmerregbarkeit durch Abführmittelmissbrauch 
nach Bauchoperation mit Störung des Reflexspiels oder durch Verwachsungen 
Fettansammlung oder Lymphstauungen im Bauchraum 
toxische Nervenschädigung (Alkohol, Nikotin, Drogen) 
chronische Entzündung z. B. Dickdarmentzündung, Adnexitis, Gallenblasenentzündung 
Nahrungsmittelunverträglichkeit (Hereditäre Fruktoseintoleranzen) 
Dauerhafte Therapie mit Medikamenten aus der Wirkstoffgruppe der Opioide (z. B. Morphin, Oxycodon, Fentanyl) 
Volvulus (Drehung eines Abschnittes im Verdauungstrakt) (äußerst selten) 
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) 

Symptome:
Eine Obstipation kann sich je nach Ausprägung in unterschiedlichen Symptomen zeigen. Die Patienten leiden zu Beginn unter Völlegefühl und allgemeinem Unwohlsein, der Bauch kann gebläht sein. Häufig ist der Stuhlgang schwierig, oft schmerzhaft, und meist werden viele kleine und harte Kotportionen ausgeschieden. Mit der Verstopfung sind eine Reihe von objektiven Symptomen und subjektiven Missempfindungen gekoppelt, die sich unterschiedlich stark zeigen können:

Objektive Symptome

seltener Stuhlgang 
harter Stuhl 
starkes Pressen bei der Darmentleerung 
Gefühl der unvollständigen Darmentleerung 
sehr schmerzhafter Stuhlgang 
Subjektive Missempfindungen
Appetitlosigkeit 
Zungenbelag 

Gesundheitliche Folgen:
Eine chronische Verstopfung kann verschiedene gesundheitliche Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Zu den häufigsten Komplikationen einer chronischen Verstopfung zählen:
Hämorrhoiden 
Analfissuren (durch harten Stuhl) 
Entstehung eines Rektumprolaps 
Divertikulitis 
Entstehung vermeintlicher Stuhlinkontinenz oder Enkopresis bei Kindern 
Bildung von verhärteten Kotballen (Skybala), vergleiche auch die Koprostase als kompletter Stuhlverhalt (selten als Endstadium hochgradiger Verstopfung) 
Weitere seltene Folgen können sein
Entstehung eines mechanischen Ileus 
Ausbildung eines Megacolons 

Diagnostik:
Im Rahmen einer besonders ausführlichen Anamnese wird zunächst versucht, die große Zahl der möglichen Ursachen der Obstipation einzugrenzen.

Körperliche Untersuchung:
Im Anschluss an die Anamnese erfolgt die klinische Untersuchung. Sie beginnt mit Abhören (Auskultation mittels Stethoskop), Abtasten (Palpation) und Abklopfen (Perkussion) des Bauches. Danach folgen weitere Untersuchungen zum Ausschluss organischer Ursachen.

Untersuchung von Blut und Urin

Die Laboruntersuchung von Blut- und Urinproben ist erforderlich, um Mineralstoff- und Elektrolytstatus der Patienten zu erheben. Diese Werte geben darüber Aufschluss, ob beispielsweise eine Stoffwechselerkrankung oder Abführmittelmissbrauch vorliegen. Die Ergebnisse geben die Richtung für weitere Untersuchungen vor und können einen ersten Hinweis auf den Grund der Obstipation liefern.

Untersuchung auf Blut im Stuhl

Der Hämoccult®-Test dient dazu, auch verborgenes Blut im Stuhl nachzuweisen. Findet sich Blut im Stuhl, spricht das für eine Darmentzündung, einen Polypen oder anderen Tumor im Darm.

Ultraschall-Untersuchung

Die Ultraschall-Untersuchung des Bauches (Abdomen-Sonografie) findet ohne Strahlenbelastung und ohne Beeinträchtigung der Patienten statt. Dabei gelingt es unter guten Bedingungen, die Organe des Bauchraums auf einem Bildschirm darzustellen. Krankhafte Veränderungen wie Darmverengungen aufgrund einer Entzündung oder ungewöhnliche Luftansammlungen im Darm können auf diese Weise auffallen, wobei durch zu viel Gas im Darm die Ultraschallbilder für den Arzt nur bedingt auswertbar sind.

Darmspiegelung

Die Darmspiegelung (Koloskopie) gibt die Möglichkeit, den Darm von innen her anzusehen und zu beurteilen. Um Veränderungen wie Darmpolypen, Verengungen oder Tumore zu erkennen, ist die Darmspiegelung die beste Möglichkeit. In einigen Fällen genügt auch die genannte Rektoskopie. Hierbei wird lediglich der Mastdarm untersucht, wogegen mit einer Koloskopie auch die höheren Abschnitte des Dickdarms, wenn nötig auch das Ileum, untersucht werden können. Vor dieser Untersuchung muss der komplette Darm entleert werden, für die Rektoskopie genügt in der Regel ein einfaches Klistier - selten ist hier ein Reinigungseinlauf nötig. Für eine Koloskopie trinken die Patienten einige Stunden vor der Untersuchung mehrere Liter einer PEG-Spüllösung, bis nur noch klare Flüssigkeit ausgeschieden wird.

Röntgenuntersuchung

Durch den Colon-Kontrasteinlauf kann die Lage des Dickdarms im Bauchraum sowie seine Arbeitsweise untersucht werden. Da der gesamte Dickdarm dargestellt werden soll, muss vor der Untersuchung der Darm gut entleert sein. Als Kontrastmittel kommt meistens Barium-Brei zum Einsatz. Unter Röntgendurchleuchtung kann man auch eine Gefäßuntersuchung durchführen, wenn Blutungen, Verletzungen, Thromben (Gerinnsel) oder Tumore vermutet werden. Um die Arbeitsweise des Dickdarms röntgenologisch darstellen zu können, wird der ganze Dickdarm mit einem speziellen Kontrastmittel gefüllt, in dem ein starkes Abführmittel gelöst ist (Irrigoskopie). Die Darmbewegungen lassen sich dann als Film auf dem Röntgenschirm gut erkennen. Diese Untersuchung kann durch das Abführmittel kolikartige Bauchkrämpfe auslösen und wird deshalb nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

Kolontransit-Test

Diese Untersuchung wird nur durchgeführt, wenn etwa der Verdacht auf ein Dolichokolon (überlanger Dickdarm) besteht. Man kann damit die Dickdarmtätigkeit und den Ausscheidungsrhythmus bestimmen. Die Patienten schlucken bei diesem Test an sechs aufeinander folgenden Tagen täglich morgens zur gleichen Zeit so genannte Biomarker. Hierbei handelt es sich um kleine Kapseln, die mit Bariumsulfat gefüllt und auf dem Röntgenbild gut sichtbar sind. Am siebten Tag wird eine Röntgenaufnahme des Bauches gemacht. Auf diese Weise lässt sich feststellen, wie viele Kapseln sich in den verschiedenen Dickdarmabschnitten befinden. Dadurch kann die Passagezeit durch den Darm berechnet werden. Als tolerierbare Obergrenze gelten 64 Stunden für die gesamte Darmpassage, bei einer Verstopfung kann die Passagezeit bis zu 120 Stunden betragen.

Zusätzliche Spezialuntersuchungen

In besonderen Fällen kann zur Klärung der Ursache eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT/MRI) sinnvoll sein. Bei diesen Verfahren lässt sich der ganze Dickdarm und der Schließmuskelapparat darstellen. Manchmal ist es empfehlenswert, die Diagnostik durch eine gynäkologische, urologische oder neurologische Untersuchung zu vervollständigen. Bei Verdacht auf eine neurologische Störung kann die Durchführung einer Elektromyographie (EMG) sinnvoll sein. Bei einer anorektalen Obstipation kann die anorektale Manometrie auch Aufschluss über die Funktion des Enddarmes und des Schließmuskels geben.

Psychische Untersuchungen:
Auch der psychische Zustand der Patienten muss bei der Diagnostik einer Obstipation erfasst werden. Besonders bei jüngeren Frauen ist die Obstipation oft psychosomatischer Natur. Es wird nach den Lebensumständen, Ernährungsgewohnheiten sowie nach der familiären und beruflichen oder schulischen Situation gefragt. Die Antworten können deutliche Hinweise auf stressbedingte Obstipation oder auf Stuhlverhaltung (vor allem bei Kindern) geben.

Behandlung:
Die Behandlung erfolgt nach einem Stufenschema: Ist die Obstipation durch Ernährungsfehler oder ungünstigen Lebensstil bedingt, ist der Hauptaspekt der Behandlung eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Kost, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ggf. die Änderung der Lebensgewohnheiten. Ausreichende Bewegung und Toiletten-Konditionierung unterstützen die Darmtätigkeit. Reichen diese Maßnahmen der Stufe 1 nicht aus, wird die Darmtätigkeit in einem zweiten Schritt mit Hilfe von Füll- und Quellstoffen angeregt. Betroffene der Stufe 3, bei denen weder die Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten noch Abführhilfen der Stufe 2 helfen, benötigen zusätzlich zu gesunder Ernährung und Bewegung sog. stimulierende Abführmittel (Bisacodyl, Natriumpicosulfat, Senna alexandrina). Die Behandlung der Stufe 3 sollte mit ärztlicher Rücksprache erfolgen. Außerdem sind Auslassversuche empfehlenswert, um regelmäßig zu überprüfen, ob das Abführmittel tatsächlich noch benötigt wird. Die Dosierung des Abführmittels ist korrekt, wenn es zu einem weichen, nicht flüssigen Stuhlgang kommt. Durchfall ist ein Zeichen von Überdosierung oder zu häufiger Anwendung!

Ernährungsumstellung:
Bei der Umstellung der Ernährung soll die Ernährungsberatung durch eine Fachkraft erfolgen, da so besser auf die Probleme der Patienten eingegangen werden kann. Die meisten Kliniken und Krankenkassen bieten solche Beratungen, gelegentlich sogar spezielle Ernährungs- und Kochkurse, an.

Normalkost:
Vollkornbrot (Braunbrot hat nur unwesentlich mehr Ballaststoffe als Weißbrot) 
Kleiebrot (es existiert spezielles Kleiebrot, welches eine weichere Rinde als manches Vollkornbrot hat) 
Vollkornteigwaren, Vollreis, Hirse, Hafer, Vollkornmüsli 
Knollengemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte 
Birnen, Pfirsiche, Kirschen, Dörrobst, Feigen usw. 
Weiche Kost:
gekochte Früchte, pürierte Feigen, Dörrpflaumen und Dörrbirnen 
gekochtes Gemüse, Kartoffeln 
Salat aus gekochtem Knollengemüse 
Erdbeerkonfitüre, Sofortkaffee, Schokoladengetränke, Milchschokolade 
Abführende Ernährung:
Eingelegte Pflaumen, Feigen und Aprikosen 
Kleie (mit viel Flüssigkeit) 
Leinsamen (mit viel Flüssigkeit) 
Rhabarber 
Sauerkraut 
Rote Bete (auch als Saft erhältlich) 
Indischer Flohsamen 
geriebene Äpfel 
Stopfende Ernährung:
Weißbrot 
Teigwaren 
Bananen 
Karotten 
Schokolade 
Rotwein 
Schwarzer Tee 
Faserreiche Lebensmittel (z.B. Spargel, Sellerie, Lauch) 

Umstellung der Lebensgewohnheiten:
Die Beseitigung einer Verstopfung sollte auch mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten einher gehen.

Verhaltenstherapie:
Eine wichtige Säule bei der Behandlung einer Verstopfung liegt im Verändern der täglichen Lebensabläufe (Normalisierung des Lebensrhythmus, geregelter Tag-Nacht-Rhythmus mit Aktivitäts- und Ruhephasen zu möglichst gleichen Tageszeiten, Einnahme der Mahlzeiten zu den gleichen Zeiten). Die Betroffenen sollen sich vom Zwang der täglichen Stuhlentleerung befreien. So ist es auch wichtig, den Darm an eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewöhnen, etwa indem morgens nach dem Frühstück die Toilette aufgesucht und Stuhlentleerung versucht, bei vergeblichem Versuch aber nicht länger als höchstens fünf Minuten verweilt wird. Der Stuhldrang, auch wenn er spontan auftritt, soll nicht unterdrückt werden. Eventuell vorhandene Konflikte sollten gelöst werden, und es kann hilfreich sein, mit anderen und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Es sollen Gegenpole zum Stress, etwa durch Entspannungsübungen, Meditation, Yoga oder Autogenes Training, geschaffen werden.

Bewegungstherapie:
Da jegliche Form der körperlichen Bewegung die Darmtätigkeit begünstigt (insbesondere Wandern, Laufen, Spielsportarten, Gymnastik - hier besonders Übungen zur Stärkung der Bauchmuskulatur), sollten die Patienten ihre sportlichen Aktivitäten dahingehend ausbauen. Isometrische Bauchpresse zur Stärkung der Bauchmuskulatur (Bauch zehn Sekunden lang kräftig einziehen und langsam entspannen, fünfmal wiederholen) kann hilfreich sein. Diese Übung soll dreimal täglich durchgeführt werden. Weiter begünstigen Darmmassagen, die im rechten Unterbauch beginnend mit festen kreisenden massierende Bewegungen im Uhrzeigersinn über den gesamten Bauch morgens fünf Minuten lang ausgeführt werden, den Erfolg und regen zusätzlich den Darm an. Auch Bindegewebsmassagen sollen eine günstige Wirkung haben.

Physikalische Therapie:
Bei einer „schlaffen“ Verstopfung können Kniegüsse zur Darmanregung nützlich sein, auch kalte Fuß- und Halbbäder, kalte Reibe-Sitzbäder (16-20 °C, 2-3 min), dreimal täglich kalte Bauchwaschungen (3 min) bringen eine Besserung der Symptome. Bei krampfartiger Verstopfung können zur Krampflösung intensive Wärmeanwendungen wie 1-2x täglich ansteigende Sitzbäder (20-30 min) und heiße Auflagen (Wärmflasche mit feuchtem Tuch auf dem linken Unterbauch) hilfreich sein.

Rektale Entleerungshilfen (Klistier, Irrigator):
Eine altbewährte, besonders schonungsvolle Alternative zu Abführmitteln sind Darmspülungen mit reinem Wasser. Klistiere gehören zu den ältesten Instrumenten in der Medizin und wurden von jeher eingesetzt, um eine rasche, gezielte Entleerung des Enddarms herbeizuführen. Ihr Vorteil besteht darin, dass die Anwendung nur lokal wirkt, nämlich im unteren Darmabschnitt, so dass der Körper und seine Organe nicht belastet werden. Diese geeignete und altbewährte Methode ist bei vielen Patienten nicht mehr bekannt. Früher nahm das Klistiergerät in der Volksmedizin eine bedeutende Stellung ein und gehörte bis vor wenigen Jahrzehnten in jeden Haushalt und in jeden Arztkoffer.

Siehe auch: Klistier

Zusätzliche Therapie:
Wenn die Koordination der inneren und äußeren Schließmuskeln gestört ist, bieten sich Biofeedback- oder Elektrostimulationstherapie an. Diese Methoden kommen vor allem bei neurologischen Störungen zum Einsatz, können unter bestimmten Umständen aber auch beim Erlernen einer richtigen Stuhlentleerung im Rahmen einer Verhaltenstherapie sinnvoll sein.

Medikamentöse Behandlung:
Bei der kologenen Obstipation ist die Ursache ein träger Darm, der mit osmotischen (Lactulose) oder motilitäts- und sekretionsbeeinflussenden Abführmitteln (Bisacodyl oder Sennoside) angeregt werden kann. Ist die Ursache der Obstipation dagegen Ballaststoffmangel, eignen sich Füll- und Quellstoffe (wie etwa der indische Flohsamen).

Eine anorektale Obstipation lässt sich am besten mit rektal verabreichten Mitteln beseitigen. Dazu eignen sich Zäpfchen mit den Wirkstoffen Glyzerin oder Bisacodyl und Klistiere mit Natriumdioctylsulfosuccinat.

Bei einer schon lange bestehenden, chronischen Obstipation ist ein etwas aufwändigeres Verfahren notwendig, um den Darm anzuregen. Teilweise sind hier schon länger motilitäts- und sekretionsbeeinflussende Abführmittel wie z. B. Bisacodyl oder Sennoside in zu hohen Dosen verwendet worden. Hier muss zuerst wie beim Laxantienabusus von stimulierenden auf osmotisch wirkende Abführmittel gewechselt werden. Dazu wird mit Magnesiumsulfat (Bittersalz) in einer hohen Dosis von zwei Esslöffeln auf ½ Liter Wasser begonnen, bei normalem oder dünnem Stuhl wird die Dosis reduziert oder bei nicht ausreichendem Erfolg zusätzlich Lactulose-Sirup (1-3 Esslöffel) nach dem Frühstück gegeben. Die individuelle Dosis ist so zu wählen, dass regelmäßig (alle ein bis drei Tage) weicher Stuhlgang stattfindet. Wenn sich der Stuhl normalisiert, beginnt man langsam mit dem Ausschleichen der Abführmittel, was mehrere Monate dauern kann.

Sind Abführmittel aufgrund einer Darmlähmung notwendig und müssen ausnahmsweise über einen langen Zeitraum gegeben werden, werden mit Macrogol (in Verbindung mit sehr großen Flüssigkeitsmengen von ca. 2 bis 4 L täglich), Bisacodyl oder Senna die besten Ergebnisse erzielt. Hier wird nur soviel gegeben, dass ein regelmäßiger, weicher aber geformter Stuhlgang besteht. Durchfall ist ein Zeichen von zu hoher oder zu häufiger Einnahme.

In einigen Fällen, bei denen sich eine gestörte Koordination des inneren und des äußeren Schließmuskels in Form einer Spastik zeigt, kann durch Einspritzen von Botulinumtoxin (Botox) in den äußeren Schließmuskel eine Besserung der Symptomatik erzielt werden. Botox bewirkt für etwa drei bis neun Monate ein Schwächung der Verschlusskraft um etwa 20-40 Prozent und erleichtert damit die Stuhlentleerung.

Bei einer Reiseobstipation können Abführmittel mit Bisacodyl helfen, da sie schnell (Dragees über Nacht und Zäpfchen innerhalb von 30-60 Minuten) wirken. Wer Phytotherapeutika (pflanzliche Arzneimittel) bevorzugt, kann Senna-Präparate anwenden, da sie ebenfalls zuverlässig (etwa acht bis zwölf Stunden nach der Einnahme, am besten über Nacht) wirken. Noch schneller wirkt ein Einlauf, der auch unterwegs mit Hilfe eines Reiseirrigators gemacht werden kann. Patienten, die schon vor Reiseantritt unter einer chronischen Verstopfung litten, sollten ihre bisher benützten Abführmittel auch weiterhin in der gewohnten Dosierung verwenden.

Operative Behandlung:
Eine operative Behandlung kann in bestimmten Fällen - besonders bei anorektaler Obstipation - erforderlich werden. Diese Behandlungsmethode soll nur angewandt werden, wenn alle anderen Behandlungsversuche fehlgeschlagen sind. Häufig kann durch die operative Behandlung die Verstopfung beseitigt oder deutlich verbessert werden. Indikationen dafür sind:
- Morbus Hirschsprung 
- Megacolon 
- Dolichokolon 
- Beckenbodensenkung (descending-perineum-Syndrom) 
- Verlegung des Darmrohres durch einen Tumor 
- Rektozele 
- Invaginationen 
- innerer Rektumprolaps 
- Verwachsungen (Briden) 
- Verengungen bei Morbus Crohn 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Obstipation (Stand: 27-01-2010)


 

Für eine Analyse ist unser Experte im Fachgebiet Obstipation und Verstopfung jederzeit für Sie erreichbar:

       
 

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner

  Prof. Dr. Stefan Müller-LissnerSpezialgebiet:
Obstipation | Darmverstopfung
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Experte für Fibromyalgie

Die Fibromyalgie ist eine chronische, nichtentzündliche Schmerzerkrankung, die nicht mit dem Begriff „Weichteilrheumatismus“ gleichzusetzen ist. Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist eine schmerzhafte Erkrankung der Bewegungsorgane, oftmals verbunden mit Bewegungseinschränkungen.

Wir konnten mit Dr. med. Winfried Häuser einen Experten für das Fibromyalgiesyndrom für Vali-Med, dem Portal für eine gutachterliche Stellungnahme durch einen anerkannten Medizinexperten, gewinnen. Unser Ziel ist es, Ihnen in kurzer Zeit einen anerkannten Experten in dem für Sie wichtigen medizinischen Teilgebiet zu vermitteln, damit Sie umfassend beraten werden können. Im Vordergrund steht dabei die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme.

 

Für eine Analyse ist unser Experte im Fibromyalgie Fachgebiet
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die Hals Nasen Ohren Heilkunde HNO

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (kurz HNO-Heilkunde) ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der Ohren, der oberen Luftwege, der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes, der unteren Luftwege und der Speiseröhre befasst; im weiteren Sinne mit den oben genannten Problemen im gesamten Kopf- und Halsbereich.

Im Englischen wird statt HNO das Kürzel ENT (für „Ears Nose and Throat“) verwendet, für die internationale wissenschaftliche Verständigung auch ORL für Oto-Rhino-Laryngologie).

Laut Bundesärztekammer lautet die Definition der geplanten neuen Ausbildungsordnung HNO so: Das Gebiet Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde umfasst die Vorbeugung, Erkennung, konservative und operative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen, Formveränderungen und Tumoren des Ohres, der Nase, der Nasennebenhöhlen, der Mundhöhle, des Pharynx und Larynx und von Funktionsstörungen der Sinnesorgane dieser Regionen sowie von Stimm-, Sprach-, Sprech- und Hörstörungen.

Überschneidungen ergeben sich mit den medizinischen Fachgebieten Phoniatrie + Pädaudiologie, Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Neurologie, Orthopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Dermatologie und Allergologie und Innere Medizin Schwerpunktkompetenz Pneumologie.

Zum anatomischen Block Ohren gehören: Ohrmuschel und Ohrläppchen, Gehörgang, Mittelohr, Innenohr sowie zentrale Hörbahnen und Hörzentren. Die oberen Luftwege bestehen aus: Äußerer Nase, Nasenhaupthöhlen, Nasennebenhöhlen, Nasenrachenraum, Rachenmandel und Rachen. Die unteren Luftwege bestehen aus Kehlkopf und Luftröhre. Zur Mundhöhle zählen Mundschleimhaut, Zunge, Gaumenmandeln sowie alle Speicheldrüsenausgänge im engeren Sinne und die Speicheldrüsen im weiteren Sinne. Der Rachen geht in den Speiseröhreneingang und den Eingang zum Kehlkopf über, anatomisch handelt es sich um Oropharynx und Hypopharynx.

Die HNO-Heilkunde sieht sich in der Behandlung von Erkrankungen weitgehend der wissenschaftlichen Medizin verbunden; jedoch gelangen auch Naturheilverfahren zur Anwendung.

Im operativen Bereich treten mikrochirurgische Operationsverfahren immer mehr in den Vordergrund, insbesondere im Bereich der Mittel- und Innenohrchirurgie, der Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie mittels Endoskopie und der Kehlkopfchirurgie. Diese Operationen werden jedoch nicht nur im Sinne der anatomischen Wiederherstellung, sondern auch im Sinne der Funktionserhaltung, Funktionsverbesserung und der posttraumatischen Funktionswiederherstellung durchgeführt. Plastisch chirurgische Eingriffe im Gesichtsbereich, bei Ohrmuschelfehlstellungen und Deformitäten der äußeren Nase (hier insbesondere des knöchernen Nasengerüstes) gehören heute in der HNO-Heilkunde zu den etablierten Behandlungsmethoden, ebenso wie große Bereiche der Tumorchirurgie des Halses und der Mundhöhle. Die endoskopische Entfernung verschluckter und inhalierter Fremdkörper ist eine weitere Aufgabe der HNO-Heilkunde.

Leitlinien der HNO-Heilkunde
Unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) haben die Medizinischen Spezialdisziplinen, wie auch HNO, durch Aufstellen von Leitlinien den Empfehlungen des Sachverständigenrats für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (Sondergutachten 1995) Rechnung getragen.

Leitlinien sollen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung gültigen Stand des medizinischen Wissens wiedergeben. Sie bedürfen einer kontinuierlichen Anpassung an die Entwicklung des medizinischen Fortschritts.

Über die nachstehend veröffentlichten Leitlinien wurde innerhalb der Fachgesellschaft Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie Konsens erzielt. Einschränkend ist darauf hinzuweisen, dass dieser Konsens nicht gleichbedeutend mit einem uneingeschränkt unumstrittenen Status aller dort empfohlenen medizinischen Maßnahmen ist.[1]

Die Leitlinien gehen von einem Krankheitsbild aus und geben Anleitung für diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Stand: 08.01.2010)

Informationen zum Akustikusneurinom

Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Tumor der Hüllzellen, auch Schwannom genannt, des 8. Hirnnerven (Nervus vestibulocochlearis), der meist von der Pars superior des Nervus vestibularis ausgeht. Ohne Therapie kommt es häufig zu einem langsamen progredienten Wachstum des Tumors bis in den Kleinhirnbrückenwinkel hinein. Der Tumor führt zur Verdrängung und zum Funktionsverlust des 8. Hirnnerven mit Schwerhörigkeit, Ertaubung, Tinnitus und Schwindel, des Nervus fazialis (Gesichtsnerven) mit Fazialisparese sowie des Hirnstammes und des Kleinhirnes.

Therapeutisch stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Die mikrochirurgische Tumorentfernung, wobei kleinere Tumoren vom HNO-Chirurgen transtemporal oder seltener translabyrinthär entfernt werden können. Größere Tumoren werden neurochirurgisch über einen z. B. retrosigmoidalen Zugang entfernt.

  • Alternativ kann eine Bestrahlung mit dem sogenannten Gamma-Knife erfolgen, insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Tumoren.

  • Als Wait-and-Scan-Therapie wird in Abhängigkeit von der Ausdehnung, Alter, Symptomatik und Allgemeinzustand des Patienten eine abwartende Haltung
    eingenommen, insbesondere bei kleinen, intrakanalikulären Tumoren. 1 – 2mal im Jahr werden ein Kernspintomogramm und eine audiologische Diagnostik durchgeführt. Bei Zunahme des Hörverlustes und/oder sichtbarem Wachstum erfolgt dann die weitere Therapie. 

Während des Europäischen Schädelbasiskongresses im April 2009 in Rotterdam wurden nach lebhafter Diskussion 3 Forderungen als relativ breiter Konsens an das moderne Management dieser Tumoren formuliert:

  1. Ein Klinikum, welches Akustikusneurinome und Vestibularisschwannome behandelt, sollte über alle Optionen der Therapie bzw. Beobachtung verfügen, um Patienten umfassend beraten zu können.

  2. An diesen Einrichtungen bedarf es erfahrener, talentierter und gut ausgebildeter
    Behandler.

  3. Es sind eine detaillierte Erfassung aller Fälle und die ehrliche Analyse der Ergebnisse aller 3 Strategien erforderlich.

 

Für eine Analyse ist unser Experte im Fachgebiet der Neurochirurgie jederzeit für Sie erreichbar:

       
 

 Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen Rosahl Spezialgebiet: Neurochirurgie - Lebenslauf des Experten

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

 

       

Fachgebiete und möglichen Krankheitsbilder

Die Magnetresonanztomografie ( MRT ) verwendet ungefährliche Magnetfelder um (Serien-) Schnittbilder des Körpers herzustellen. Die hervorragende Bildqualität ermöglicht es Strukturen unter 1 mm Größe darzustellen. Als größter Nachteil wird immer die Platzangst in der problematische enge „ Röhre “ aber auch die Lautstärke genannt. Die Gabe von einem geeignetem Kontrastmittel kann bei einigen Untersuchungen wichtig sein, da so eine bessere Darstellung …
… mehr zum Thema bildgebende Verfahren in der Radiologie und Nuklearmedizin …


Moderne Nasennebenhöhlenoperationen basieren auf der Zusammenschau von Beschwerden, Nasenendoskopie und Computertomographie. Der Eingriff erfolgt individuell an Anatomie und Erkrankung angepasst mittels Videoendoskopie, Shaver, ggf. Navigationssystem und feinen Spezialinstrumenten …
… mehr zum Thema Nasennebenhöhlenchirurgie …


Viele Menschen sind von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen betroffen, die Häufigkeit von Störungen der Gleichgewichtsregulation nimmt mit dem Alter zu. 
Der Bewegungsapparat, die Halswirbelsäule, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr sowie Meldungen durch das Sehorgan werden in den Gleichgewichtszentren im Gehirn verarbeitet. Störungen der einzelnen Meldesysteme und/oder der Verarbeitung sowie der zuführenden Bahnen führen zu Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Störungen können damit sowohl im Zentrum als auch in der sogenannten Peripherie, also außerhalb des Gehirns liegen..
… mehr zum Thema: Schwindel und Gleichgewichtsstörungen …


Allergie Baden bietet Allergiker in Baden und im Südwesten in der Region Karlsruhe, Baden-Baden, Pforzheim, Bruchsal, Bretten, Landau, Rastatt, Heidelberg, Mannheim, Ettlingen und Umgebung kompetenten Rat und Hilfe im Bezug auf Allergie, Hyposensibilisierung, Allergietherapie, Immuntherapie und Umweltmedizin. Eine Allergie ist eine krankhaft gesteigerte Reaktion eines gesunden Immunsystems auf einen eigentlich harmlosen, meist natürlich vorkommenden Stoff. Am häufigsten kommt es zu allergischen Reaktionen durch …
… mehr hier zum Thema: Hilfe und Rat für Allergiker ..


Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Fachgebiet betreffen u.a. das Sinnesorgan Ohr, das Riechen und die oberen Luft und Speisewege…
… mehr hier zum Thema: HNO Hals Nasen Ohren Fachgebiet ..


Engstellen (Stenosen) der ableitenden Tränenwege zeigen sich klinisch durch das die Patienten sehr belästigende Tränenträufeln, Bindehautentzündungen, einen mehr oder weniger ständig vermehrten Sekretfilm, gelbliches Sekret im Bindehautsack sowie eine akute oder chronische …
… mehr zum Thema: Tränenwegschirurgie …


Verletzungen der Hirnhaut führen zu einem Abfließen von Hirnwasser in die Nase und bergen das Risiko einer aufsteigenden Hirnhautentzündung in sich. Sie müssen deshalb operativ verschlossen werden. Als Ursache kommen Unfälle, Operationen …
… mehr zum Thema: Duraplastik …


Verletzungen der Hirnhaut führen zu einem Abfließen von Hirnwasser in die Nase und bergen das Risiko einer aufsteigenden Hirnhautentzündung in sich. Sie müssen deshalb operativ verschlossen werden. Als Ursache kommen Unfälle, Operationen …
… mehr zum Thema: Duraplastik …


Die infektiöse Mononukleose ist klinisch definiert als Erkrankung mit Fieber, Lymphknotenvergrößerung und Pharyngotonsillitis und muß von der bakteriellen Pharyngotonsillitis oder dem Peritonsillarabszeß abgegrenzt werden. Diese Übersichtsarbeit präsentiert das empfohlene diagnostische und therapeutische Vorgehen und gibt Empfehlungen für die Wiederaufnahme körperlicher und sportlicher Aktivitäten nach überstandener Krankheit …
… mehr zum Thema: Infektiöse Mononukleose …


Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Tumor der Hüllzellen, auch Schwannom genannt, des 8. Hirnnerven (Nervus vestibulocochlearis), der meist von der Pars superior des Nervus vestibularis ausgeht.  Ohne Therapie kommt es häufig zu einem langsamen progredienten Wachstum des Tumors bis in den Kleinhirnbrückenwinkel hinein. Der Tumor führt zur Verdrängung und zum Funktionsverlust des 8. Hirnnerven mit Schwerhörigkeit, Ertaubung, Tinnitus und Schwindel, des Nervus fazialis (Gesichtsnerven) mit Fazialisparese sowie des Hirnstammes und des Kleinhirnes. Therapeutisch stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung: …
… mehr zum Thema Akustikusneurinom …


Tinnitus ist ein Symptom einer veränderten oder gestörten Hörwahrnehmung. Liegt eine Schädigung in irgendeiner Station der Hörbahnen vor, resultiert hieraus immer auch eine Veränderung der Hörwahrnehmung. In der Regel entsteht in der Folge ein Tinnitus. Krankheitswert und Krankheitsbedeutung entstehen durch das Leiden am Tinnitus. 
Nach aktuellen Erhebungen haben 25% aller Deutschen bereits einmal einen Tinnitus erlebt, 13% über einen längeren Zeitraum. 2% sind durch die Ohrgeräusche erheblich belastet. 
Ein Tinnitus kann die unterschiedlichsten Ursachen haben …
… mehr zum Thema Tinnitus …


In der modernen Kardiologie werden Herz- und Kreislauf auf Erkrankung untersucht, wobei neben EKG und Belastungs-Test auch modernste Ultraschallverfahren mit Flussmessungen eingesetzt werden. Bei Infarkt oder Infraktgefahr werden diagnostische Herzkatheteruntersuchungen und evtl. Gefäßaufdehnungen (PTCA) bei verengten Blutgefäßen einschließlich der Implantation von Gefäßstützen (Stents) vorgenommen, Etwa 10% der erkrankten Patienten werden zur Operation einem Herzchirurgen vorgestellt. Des weiteren: Alkoholablationen bei hypertrophen Kardiomyopathien (TASH), Ballonsprengungen von verengten Herzklappen und Verschlüsse einer offenen Vorhoftrennwand (PFO/ASD) …
… mehr zum Thema Kardiologie …


Die Magnetresonanztomografie ( MRT ) verwendet ungefährliche Magnetfelder um (Serien-) Schnittbilder des Körpers herzustellen. Die hervorragende Bildqualität ermöglicht es Strukturen unter 1 mm Größe darzustellen. Als größter Nachteil wird immer die Platzangst in der problematische enge „ Röhre “ aber auch die Lautstärke genannt. Die Gabe von einem geeignetem Kontrastmittel kann bei einigen Untersuchungen wichtig sein, da so eine bessere Darstellung …
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Die Nasenscheidewand teilt die Nasenhöhle in eine rechte und linke. Bei etwa ¾ aller Menschen ist die Nasenscheidewand nicht exakt in der Mittellinie, sondern nach einer Seite „schief“ was jedoch meistens keine Beschwerden verursacht. Eine Korrektur dieser Verbiegung der Nasenscheidwand ist nur notwendig wenn hieraus Beschwerden bestehen. Die seitliche Nasenwand wird durch drei Nasenmuscheln aufgeworfen, die aus einem  …
… mehr zum Thema: Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen …


Endonasale Tumorchirurgie: Viele gutartigen und manche bösartigen Tumoren können durch die Nase (endonasal endoskopisch) erfolgreich operiert werden (z.B. Osteome, Papillome, Adenokarzinome). Durch den Einsatz von Mikroskop und Endoskop sowie weiterer moderner Geräte und Instrumente (z.B. sogenannte Shaversysteme und Navigation) können … mehr zum Thema: gutartige und bösartige Tumore operieren …


Die Ballondilatation / Ballonsinuplastik der Nasennebenhöhlen ist eine neue Methode zur schonenden Erweiterung verengter Drainagewege….
… mehr zum Thema: Ballon Sinuplastik / Ballondilatation …

die Experten und Spezialisten bei Vali-Med

Unsere Experten und Spezialisten aus einem medizinischen Teilgebiet. Unser Ziel ist es, Ihnen in kurzer Zeit einen anerkannten Experten in dem für Sie wichtigen medizinischen Teilgebiet zu vermitteln, damit Sie umfassend beraten werden können. Im Vordergrund steht dabei die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme. Validität ist ein Ausdruck für Gültigkeit einer wissenschaftlichen Feststellung. Sie suchen eine gültige Antwort auf eine medizinische Frage - dabei möchte Vali-Med Ihnen helfen.

 

Dazu konnten wir bislang folgende medizinische Experten gewinnen:

       
 

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen RosahlSpezialgebiet: Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

 

       
       
 

Priv. Doz. Dr. med. Gerhard Hesse

  Priv. Doz. Dr. Gerhard Hesse 

Spezialgebiet: HNO - Tinnitus (Diagnostik und Therapie)

Priv. Doz. Dr. Gerhard Hesse bei Vali-Med anfragen.

       
 

Prof. Dr. Michael Strupp

  Prof. Dr. Michael Strupp

Spezialgebiet: Neurologie - Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Prof. Dr. Michael Strupp bei Vali-Med anfragen.

       
 

Prof. Dr. Werner Hosemann

  Prof. Dr. Werner Hosemann

Spezialgebiet: HNO - Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Nasennebenhöhlen

Prof. Dr. Werner Hosemann bei Vali-Med anfragen.

       
 

Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

  Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

Spezialgebiet:
Kardiologie - Koronare Herzkrankheit, Schwerpunkt Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen

Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart bei Vali-Med anfragen.

       
 

Prof. Dr. Jochen A. Werner

  Prof. Dr. Jochen A. Werner

Spezialgebiet: HNO - Kopf-Hals-Tumoren, Hämangiome, Laserchirurgie im Kopf-Hals-Bereich, vaskuläre Malformationen

Prof. Dr. Jochen A. Werner bei Vali-Med anfragen.

       

Einen medizinischen Experten oder Spezialisten bei Vali-Med anfragen.

Neurochirurgie

Die Neurochirurgie umfasst als medizinisches Fachgebiet die Erkennung und operative Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und (Folgen von) Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Außerdem beschäftigt sie sich mit den entsprechenden Voruntersuchungen, konservativen Behandlungsverfahren und der Rehabilitation. Das Fach ist eigenständig und wird weder der Chirurgie noch der Neurologie zugeordnet.

Neurochirurgische Arbeit:
Oftmals noch um einiges filigraner als die Allgemeinchirurgie, stellt das manuelle Arbeiten am hochkomplexen Organ Hirn für viele Ärzte eine große Herausforderung dar. Hin und wieder rückt die Neurochirurgie in das Rampenlicht der Medien, so etwa am 7. Juli 2003, als ein internationales, 28-köpfiges Ärzteteam unter Leitung von Prof. Keith Goh versuchte, die erwachsenen iranischen siamesischen Zwillinge Ladan und Laleh Bijani auf deren eigenen Wunsch hin zu trennen; der Versuch scheiterte, und die beiden jungen Frauen verbluteten nach einer 50-stündigen Operation.
Jedoch besteht die Neurochirurgie nicht ausschließlich aus spektakulären Operationen am offenen Hirn, sondern ganz alltäglich zum Beispiel aus mikrochirurgischen Wirbelsäulenoperationen zur Behandlung eines nicht in gleichem Maße medienwirksamen Bandscheibenvorfalls.
Gegenüber der Neurochirurgie gibt es, ebenso wie gegenüber der Psychiatrie, immer noch einige Berührungsängste.
Ein besonderes Teilgebiet der Neurochirurgie ist in diesem Zusammenhang die heftig umstrittene Psychochirurgie, die durch operative Eingriffe versucht, gezielte Manipulationen an des Patienten Psyche vorzunehmen, welche jedoch in demokratischen Staaten nur noch minimal Anwendung findet.

Der Facharzt für Neurochirurgie:
Neurochirurg in Deutschland:
Um nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Neurochirurgie tätig zu werden, bedarf es einer sechsjährigen Weiterbildungszeit. Für den genauen Modus der Facharztweiterbildung ist die jeweilige Landesärztekammer zuständig. Die Ausbildung umfasst mindestens vier Jahre im Krankenhaus, angerechnet werden können:
1 Jahr Chirurgie und/oder Neurologie, Neuropathologie und/oder Neuroradiologie 
oder
1/2 Jahr Anästhesiologie, Augenheilkunde, HNO, MKG oder Pädiatrie 
Ein halbes Jahr muss in der neurochirurgischen Intensivmedizin absolviert werden.

Neurochirurg in den USA:
Um in den Vereinigten Staaten als „neurosurgeon“ tätig zu werden, bedarf es einer siebenjährigen
„residency“-Zeit.
1 Jahr „internship“ in Allgemeinchirurgie und auf anderen chirurgischen Abteilungen rotierend 
6 Jahre Neurochirurgie 

Neurochirurg in Kanada:
Um in Kanada „neurosurgeon“ zu werden, muss eine sechsjährige, in zwei Etappen geteilte Weiterbildung absolviert werden.
2 Jahre chirurgische Physiopathologie und chirurgische Grundlagen 
4 Jahre Neurochirurgie 

Neurochirurg in der Schweiz:
Um in der Schweiz „Neurochirurg“ zu werden, muss eine sechsjährige, in zwei Etappen geteilte Weiterbildung absolviert werden.
1 Jahr in einem nicht-neurochirurgischen Fach (”Fremdjahr”): Allgemeine Chirurgie oder chirurgische Sub-spezialität (mit Ausnahme der Neurochirurgie) mit Teilnahme am allgemein-chirurgischen Notfalldienst, Orthopädie, Kieferchirurgie, HNO, Neurologie, Neuroradiologie, Neuroanatomie, Neuropathologie, klinische oder experimentelle Neurophysiologie, experimentelle Chirurgie. 
5 Jahre Neurochirurgie, wobei der Ausbildungsort mindestens einmal für ein Jahr gewechselt werden muss. 

Statistiken:
Am 31.12 2006 waren in Deutschland 1.561 Neurochirurgen registriert, davon übten 348 eine Tätigkeit im niedergelassen Sektor aus. 182 übten keine ärztliche Tätigkeit aus. 
Der Anteil an Frauen unter den berufstätigen Neuorochirurgen betrug im Jahr 2006 13 %. 
Im Jahr 2006 waren in der Schweiz 99 Neurochirurgen registriert, davon 51 Ärzte mit Praxistätigkeit. 
Die Preise für eine Praxisgründung sind mit einem Grundkapital von schätzungsweise 110.000 € bis 150.000 € zuzüglich Gerätepark, Anschaffungskosten 250.000 € bis 1.250.000 € hoch. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neurochirurgie (Stand: 03. Sept. 2009)


Unseren anerkannter Vali-Med Experten aus einem medizinischen Fachgebiet der Neurochirurgie für Ihre medizinische Frage anfragen, wobei im Vordergrund die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme steht.

       
 

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen RosahlSpezialgebiet: Neurochirurgie

Lebenslauf des Experten

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

       

Arzt und Experte für Neurochirurgie

Arzt und Experte für Neurochirurgie

Unser anerkannter Vali-Med Experte aus dem medizinischen Fachgebiet der Neurochirurgie Prof. Dr. med. Steffen Rosahl hilft Ihnen für Ihre medizinische Frage, wobei im Vordergrund die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme steht.

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl | Spezialgebiet: Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen

Lebenslauf:

Name:

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

   

Jahrgang:

1963

   

Berufsausbildung:

1984 - 1986 Medizinstudium bis zum Physikum an der 

Martin-Luther-Universität Halle

                                 

1986 - 1990 Fortsetzung des Medizinstudiums an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Staatsexamen und Approbation

                                 

1993-1999 Facharztausbildung Neurochirurgie

   

Universitätsabschluss:

31.08.1990 Staatsexamen (Prädikat „gut“)

 

31.08.1990 Diplommediziner (Prädikat „sehr gut“)

 

29.08.1990 Approbation als Arzt

 

07.07.1992 Dr. med. („summa cum laude“)

   

Studiengang:

1984 – 1986 Medizinstudium bis zum Physikum Martin-Luther-Universität Halle

 

1986 - 1990 Medizinstudium Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena

   

Beruflicher Werdegang:

1989 Diplomarbeit Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

1990 Gastarzt Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Neuroendokrinologie)

 

1990-1992 Wissenschaftlicher Assistent/HS-Lehrer Institut für Physiologie

der FSU Jena

 

1992-1993 Postdoc Center for Neuroscience, University of
California, Davis

Dept. of Neurology, VA Medical Center, Martinez, USA

 

1993 Assistenzarzt Neurochirurgische Klinik, KH Nordstadt Hannover

05.05.1999 Facharzt für Neurochirurgie

 

2000 Oberarzt „Internationales Neurowissenschaftliches Institut“ (INI) Hannover

 

2002 Oberarzt in leitender Funktion der Neurochirurgie am INI

 

15.01.2003 Habilitation (”Elektrische Tiefenstimulation des Nucleus
cochlearis”) und Venia legendi für das Fach Neurochirurgie

 

2003-2006 Leitender Oberarzt und Stellvertretender Direktor der Abteilung Allgemeine Neurochirurgie Freiburg, gleichzeitig Lehrbeauftragter der Abteilung

 

23.12.2005 Ernennung zum Apl. Professor der Universität Freiburg

 

01.08.2006 - Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie Erfurt
- Sprecher der Schädelbasisgruppe Erfurt

 

30.05.2008 - Sekretär des Neuro- und Kopfzentrums Erfurt

 

01.07.2008 - Stellvertretender Geschäftsführer der Medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaft e.V. Erfurt

   

Spezielle neurochirurgische Interessen:

Schädelbasis Chirurgie (mikrochirurgisch und endoskopisch)

Kleinhirnbrückenwinkel

Zervikaler Bandscheibenersatz (Endoprothesen)

Intraspinale Tumore und Fehlbildungen

Periphere Nerven

Minimal-invasive Verfahren an der Wirbelsäule

Neuroprothetik

   

Forschung und Innovation:

3D-Neuronavigation

Elektrophysiologisches Neuromonitoring

Restitution neuronaler Funktionen

Mikrochirurgisches Instrumentendesign

Neuroelektronik

Geschlossene Liquordrainage (Prospektive Evaluierung LiquoGuard®)

Führungskraft (Leadership), Aus- und Weiterbildung in der Medizin

Medizinethik

 

 

Besondere Aktivitäten, Stipendien, Preise:

1982 Lessing-Medaille in Gold

 

1989 Jurypreis der “II. Internationalen Konferenz der klinischen und 

experimentellen Neurowissenschaften”, Diplom der Gesellschaft für 

Neurowissenschaften

 

1990 DAAD-Forschungsstipendium (Neuroendokrinologie Mainz)

 

1992 Jahres-Stipendium für Graduierte des DAAD (#515/402/519/3), UC Davis, CA

 

1993 Promotionspreis der Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

1996 DFG-Stipendium (# 477/382/96) Skull Base Surgery, San Diego, CA

 

1996 WFNS Young Neurosurgeons Award, Co-Author

 

1996 Förderpreis der Stiftung Neurochirurgische Forschung

der DGNC, Co-Author

 

1998 Posterpreis der DGNC

 

2001-3 Schirmherr der BRAINWEEK 2001, 2002 und 2003 in Hannover

 

2004 Berufung als wiss. Beirat in das Kollegium der Europäischen Akademie zur 

Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen

 

2005 Sprecher der Neurochirurgie im Arbeitskreises Neuroprothetik 

der Initiative Mikromedizin (IMM) im VDE

 

2006 Akkreditierung der Neurochirurgie Freiburg als Exzellentes Europäisches 

Ausbildungszentrum durch UEMS/EANS

 

2006 Einrichtung der Stiftungs-Juniorprofessur „Neuroelektronische Systeme“ an
der Neurochirurgischen Abteilung der Med. Fakultät der Universität Freiburg

 

2007 EANS-Zertifizierung für ärztliche Weiterbildung („Training the Trainers“), Lissabon, 15./16.06.

 

2007 Co-Organisator der Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Schädelbasischirurgie

 

2008 Veranstalter des überregionalen Symposiums „Neuromedizin“ am 30./31.05.2008 zum Thema
„Intrakranielle und intraspinale Blutungen – was wissen wir 2008?“ in Erfurt

 

2008 Gründung des Neuro- und Kopfzentrums Erfurt

 

2008 Berufung in den wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Syringomyelie und Chiari Malformation
(DSCM) e.V.

 

2008 Kurs und Zertifizierung für Instrumentationen und Implantationen an der Wirbelsäule,
BasicX, Alicante, 09.-11.07.2008

 

2008 Berufung in den wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft
(DCIG) e.V. und der Zeitschrift „Schnecke“ 

 

2008 Innovationspreis HELIOS für die Gründung eines Neuro- und Kopfzentrums

 

2008 Scientific Advisory Board European Congress for Medical and Biomedical Engineering
(eMBEC)

 

2009 Advisory Board of the European Skull Base Society

   

Mitgliedschaft in Gesellschaften:

European Skull Base Society (ESBS, 1995), New York Academy of Sciences (1996), Society for Neuroscience (1998), Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie
(DGNC, 2001), Deutsche Gesellschaft für Schädelbasischirurgie (DGSB, 2005), European Association of Neurosurgeons
(EANS, 2006), Medizinisch - Wissenschaftliche Gesellschaft (MWG) e.V. am HELIOS Klinikum Erfurt (2006)

   

Editorial Boards:

- Medical Science Monitor (International Reviewers Panel) seit Juli 2007

 

- Central European Journal of Medicine (CEJM, Editor)

 

- Thieme/ProCompliance Verlag (Fachherausgeber Neurochirurgie)

   

Wissenschaftliche Beiräte:

European Skull Base Society (ESBS) (Advisory Board)

 

Die Schnecke (Wissenschaftlicher Beirat)

 

Deutsche Gesellschaft für Syringomyelie und Chiari-Malformationen
(DSCM, Wissenschaftlicher Beirat)

 

Neurofibromatose-Gesellschaft (NF-2, Wissenschaftlicher Beirat)

   
 

Den Exerten für Neurochirurgie Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhle

Eine Übersicht über entzündliche Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen und deren Therapie (allergische und nicht allergische Rhinitis, akute und chronische Rhinosinusitis).
Die Nasenscheidewand teilt die Nasenhöhle in eine rechte und linke. Bei etwa ¾ aller Menschen ist die Nasenscheidewand nicht exakt in der Mittellinie, sondern nach einer Seite „schief“ was jedoch meistens keine Beschwerden verursacht. Eine Korrektur dieser Verbiegung der Nasenscheidwand ist nur notwendig wenn hieraus Beschwerden bestehen. Die seitliche Nasenwand wird durch drei Nasenmuscheln aufgeworfen, die aus einem Knochenkern und einen diesen umgebenden Schleimhautmantel bestehen. Die untere Nasenmuschel ist wesentlich für die Durchgängigkeit der Atemluft durch die Nase. Die mittlere Nasenmuschel bildet einen Teil des Eingangs zu den Nasennebenhöhlen. Die obere Nasenmuschel beherbergt einen Teil der Riechzellen. Wichtig ist, dass die Schleimhaut der Nasenmuscheln und hier vor allem der unteren Nasenmuschel einen sogenannten Nasenzyklus durchläuft, dass ist ein immer wieder kehrendes An- und Abschwellen der Schleimhaut in einem mehrstündigen Abstand, wobei immer eine Seite abgeschwollen und die andere parallel dazu angeschwollen ist und umgekehrt. In der Phase der Schwellungsumkehr findet sich eine mittelgradige Anschwellung beider Nasenmuscheln. Die Luftdurchgängigkeit bleibt insgesamt weitgehend gleich und sollte für normale körperliche Aktivität ausreichen. Nur eine beidseitige starke Anschwellung der Nasenmuscheln mit entsprechender Nasenatmungsbehinderung und notwendiger Mundatmung ist als krankhaft einzustufen. Die Nasennebenhöhlen (NNH) sind luftgefüllte Nebenräume der Nasenhöhle und mit dieser durch enge Verbindungswege verbunden. Es gibt auf jeder Seite 4 NNH: die Kieferhöhle, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle und das Siebbeinzellsystem. Die NNH grenzen an die Augenhöhle und die Schädelbasis. Die Kieferhöhle hat enge Lagebeziehungen zu den Oberkieferzähnen, die Keilbeinhöhle zum Sehnerven.

Die Drainage der Nasennebenhöhle erfolgt über enge Kanäle in die Nasenhöhle, von der das Sekret wie auch Verschmutzung aus der Atemluft von draußen über die Flimmerzellaktivität in den Nasenrachen transportiert und von dort verschluckt werden.  Die Entwicklung der Nasennebenhöhlen erfolgt weitgehend erst nach der Geburt. Bei Geburt ist nur das Siebbein und in ganz geringem Ausmaß die Kieferhöhle vorhanden. Ab dem 4. Lebensjahr beginnt etwa die Belüftung der Stirn- und Keilbeinhöhle. Erst mit dem Erwachsenenalter ist die Belüftung der Nasennebenhöhlen abgeschlossen.

Die Erkrankung der Nasenschleimhaut zeigt sich sehr einförmig als sogenannter Schnupfen – Rhinitis, welche die typischen Entzündungszeichen Anschwellung = Nasenatmungsbehinderung, vermehrte Nasensekretion, Niesreiz, wobei die Ursache entweder eine Allergie, eine vermehrte Irritation, ein viraler Infekt oder sonstiges sein kann.

Das klinische Bild der akuten Rhinosinusitis ist definiert durch die Entzündung in der Nase und den Nasennebenhöhlen mit 2 oder mehr der folgenden Symptome: Nasenatmungsbehinderung, Vermehrte nasale Sekretion (vordere oder hintere Nasensekretion), +/- Gesichtsdruck- oder Schmerz, +/- Geruchsminderung.
Der Verlauf der akuten Rhinitis ist von der eigenständigen bakteriellen Sinusitis nicht klar zu trennen. Eine wissenschaftliche Grenze wird gezogen bei primär sehr schmerzhaftem Verlauf, einer Verstärkung der Symptome nach 5 Tagen oder ein Verbleiben der Symptome über 7 – 10 Tage hinaus. In diesen Fällen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Als Untersuchungszeichen gilt in Ergänzung eine eitrige Sekretion als Hinweis auf eine akute Sinusitis.
Die Bezeichnung Erkältung für einen viralen Infekt der Nasenschleimhaut oder oberen Atemwegsinfekt kommt daher, dass die Erkrankung häufiger in der kalten Jahreszeit auftritt und eine Abkühlung der Nasenschleimhaut zu einer vermehrten Empfindlichkeit und Anfälligkeit gegenüber diesen viralen Infekten führt.
Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch Juck- und Niesreiz in der Nase, gefolgt von einer wässrigen Nasensekretion in den ersten Tagen mit einer Nasenatmungsbehinderung und einem unterschiedlich ausgeprägten Druckgefühl im Kopfbereich. Nach einigen Tagen lässt die wässrige Nasensekretion nach, das Sekret wird gelblich (eitrig), wobei die gelbe Farbe von dem im Abwehrkampf sterbenden Fresszellen sowie weiterem toten Zellmaterial herrührt. Die eitrige Sekretion als solche ist damit nicht zwangsläufiger Ausdruck einer mit Antibiotika behandlungsbedürftigen Erkrankung. Nach etwa einer Woche lassen die Symptome deutlich nach, wobei der Verlauf durchaus auch bis zwei Wochen andauern kann. Die Veränderungen in der Tiefe der Schleimhaut dauern bis zu 6 Wochen, bis sich diese vollständig zurückgebildet haben.
Länger dauert eine Empfindlichkeit in der Nasenschleimhaut an, die sich dadurch ausdrückt, dass beim abendlichen Hinlegen die Schleimhaut vermehrt anschwillt, mit der Folge einer Nasenatmungsbehinderung, obwohl die sonstigen Schnupfensymptome abgeklungen sind. Hierbei ist es wichtig, nicht durch die Einnahme abschwellender Nasentropfen eine sogenannte Gewöhnung der Schleimhaut und einen medikamentösen Schnupfen zu verursachen. Hilfreich können hier Salzspülungen, ggf. auch ein Kortisonspray sein.
In gleicher Weise verbleibt bei einer stattgehabten Bronchitis häufiger ein Husten beim Einschlafen oder während der Nacht als Ausdruck einer vermehrten Empfindlichkeit nach durchgemachtem Infekt. Hierfür empfehle ich das Lutschen eines zuckerfreien Bonbons oder einer Pastille bzw. man sollte sich ein Glas Wasser oder ungesüßten Tee auf den Nachttisch stellen und bei entsprechendem Husten in kleinen Schlucken trinken, da man parallel nicht Husten und Trinken kann, so dass durch das ständige Trinken der Hustenreiz abklingt.

Eine chronische Rhinitis ist durch lang dauernde oder bleibende Symptome gekennzeichnet, wobei dies vor allem eine chronische wässrige Nasensekretion oder eine Nasenatmungsbehinderung ist. Ursachen sind vor allem Allergien oder eine unspezifische nicht allergische Überempfindlichkeit.

Quelle und weitere Informationen unter: http://www.nasennebenhoehlen-badenbaden.de.

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