Stirnhöhle - Stirnhöhlenchirurgie
Die Stirnhöhle ist durch ihre spezielle anatomische Lage operativ besonders schwierig anzugehen. Es muss sehr sorgfältig darauf geachtet werden, bei der operativen Rekonstruktion einer suffizienten Drainage das operative Trauma möglichst klein zu halten, um eine unerwünschte Narbenbildung zu minimieren.
Ein operatives Stufenkonzept hilft für jeden Patienten die geeignete Operationstechnik anzuwenden, z.B.:
- Freimachung des Drainageweges im Siebbein (sogenannte Typ-I-Drainage nach Draf),
- Entfernung der die Drainage blockierenden Siebbeinzellen (Typ-IIa- Drainage, entspricht dem „Uncapping the egg“ nach Stammberger)
- Vollständige Drainage einer Seite (Typ-IIb-Drainage)
- Maximalen Wegnahme des Stirnhöhlenbodens durch die Nase (Typ-III-Drainage, Mediandrainage),
- Einsetzen eines Stirnhöhlenplatzhalters
- Applikation spezieller Medikamente zur Beeinflussung der Wundheilung (z.B.. Mitomycin C)
- In einzelnen Fällen ist die Ausschaltung der Stirnhöhle (Obliteration) durch Ausbohren der Schleimhaut, Verschluss des Drainageweges zur Nase und Auffüllen mit eigenem Fettgewebe zur definitiven Sanierung notwendig.
Alle Operationen mit Ausnahme der osteoplastischen Operation erfolgen durch die Nase, endonasal, unter endoskopischer Kontrolle unter zusätzlichem Einsatz spezieller Optiken und Instrumente für die Stirnhöhlenchirurgie.
Noch einmal: Welches operative Verfahren gewählt wird, kann nur anhand einer individuellen Beratung festgelegt werden. Hierzu sind aktuelle CT-Aufnahmen, manchmal ergänzend auch Kernspinaufnahmen notwendig.
Quelle und weitere Informationen: hhttp://www.stirnhoehlenchirurgie.de
