Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhle

Eine Übersicht über entzündliche Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen und deren Therapie (allergische und nicht allergische Rhinitis, akute und chronische Rhinosinusitis).
Die Nasenscheidewand teilt die Nasenhöhle in eine rechte und linke. Bei etwa ¾ aller Menschen ist die Nasenscheidewand nicht exakt in der Mittellinie, sondern nach einer Seite „schief“ was jedoch meistens keine Beschwerden verursacht. Eine Korrektur dieser Verbiegung der Nasenscheidwand ist nur notwendig wenn hieraus Beschwerden bestehen. Die seitliche Nasenwand wird durch drei Nasenmuscheln aufgeworfen, die aus einem Knochenkern und einen diesen umgebenden Schleimhautmantel bestehen. Die untere Nasenmuschel ist wesentlich für die Durchgängigkeit der Atemluft durch die Nase. Die mittlere Nasenmuschel bildet einen Teil des Eingangs zu den Nasennebenhöhlen. Die obere Nasenmuschel beherbergt einen Teil der Riechzellen. Wichtig ist, dass die Schleimhaut der Nasenmuscheln und hier vor allem der unteren Nasenmuschel einen sogenannten Nasenzyklus durchläuft, dass ist ein immer wieder kehrendes An- und Abschwellen der Schleimhaut in einem mehrstündigen Abstand, wobei immer eine Seite abgeschwollen und die andere parallel dazu angeschwollen ist und umgekehrt. In der Phase der Schwellungsumkehr findet sich eine mittelgradige Anschwellung beider Nasenmuscheln. Die Luftdurchgängigkeit bleibt insgesamt weitgehend gleich und sollte für normale körperliche Aktivität ausreichen. Nur eine beidseitige starke Anschwellung der Nasenmuscheln mit entsprechender Nasenatmungsbehinderung und notwendiger Mundatmung ist als krankhaft einzustufen. Die Nasennebenhöhlen (NNH) sind luftgefüllte Nebenräume der Nasenhöhle und mit dieser durch enge Verbindungswege verbunden. Es gibt auf jeder Seite 4 NNH: die Kieferhöhle, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle und das Siebbeinzellsystem. Die NNH grenzen an die Augenhöhle und die Schädelbasis. Die Kieferhöhle hat enge Lagebeziehungen zu den Oberkieferzähnen, die Keilbeinhöhle zum Sehnerven.

Die Drainage der Nasennebenhöhle erfolgt über enge Kanäle in die Nasenhöhle, von der das Sekret wie auch Verschmutzung aus der Atemluft von draußen über die Flimmerzellaktivität in den Nasenrachen transportiert und von dort verschluckt werden.  Die Entwicklung der Nasennebenhöhlen erfolgt weitgehend erst nach der Geburt. Bei Geburt ist nur das Siebbein und in ganz geringem Ausmaß die Kieferhöhle vorhanden. Ab dem 4. Lebensjahr beginnt etwa die Belüftung der Stirn- und Keilbeinhöhle. Erst mit dem Erwachsenenalter ist die Belüftung der Nasennebenhöhlen abgeschlossen.

Die Erkrankung der Nasenschleimhaut zeigt sich sehr einförmig als sogenannter Schnupfen – Rhinitis, welche die typischen Entzündungszeichen Anschwellung = Nasenatmungsbehinderung, vermehrte Nasensekretion, Niesreiz, wobei die Ursache entweder eine Allergie, eine vermehrte Irritation, ein viraler Infekt oder sonstiges sein kann.

Das klinische Bild der akuten Rhinosinusitis ist definiert durch die Entzündung in der Nase und den Nasennebenhöhlen mit 2 oder mehr der folgenden Symptome: Nasenatmungsbehinderung, Vermehrte nasale Sekretion (vordere oder hintere Nasensekretion), +/- Gesichtsdruck- oder Schmerz, +/- Geruchsminderung.
Der Verlauf der akuten Rhinitis ist von der eigenständigen bakteriellen Sinusitis nicht klar zu trennen. Eine wissenschaftliche Grenze wird gezogen bei primär sehr schmerzhaftem Verlauf, einer Verstärkung der Symptome nach 5 Tagen oder ein Verbleiben der Symptome über 7 – 10 Tage hinaus. In diesen Fällen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Als Untersuchungszeichen gilt in Ergänzung eine eitrige Sekretion als Hinweis auf eine akute Sinusitis.
Die Bezeichnung Erkältung für einen viralen Infekt der Nasenschleimhaut oder oberen Atemwegsinfekt kommt daher, dass die Erkrankung häufiger in der kalten Jahreszeit auftritt und eine Abkühlung der Nasenschleimhaut zu einer vermehrten Empfindlichkeit und Anfälligkeit gegenüber diesen viralen Infekten führt.
Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch Juck- und Niesreiz in der Nase, gefolgt von einer wässrigen Nasensekretion in den ersten Tagen mit einer Nasenatmungsbehinderung und einem unterschiedlich ausgeprägten Druckgefühl im Kopfbereich. Nach einigen Tagen lässt die wässrige Nasensekretion nach, das Sekret wird gelblich (eitrig), wobei die gelbe Farbe von dem im Abwehrkampf sterbenden Fresszellen sowie weiterem toten Zellmaterial herrührt. Die eitrige Sekretion als solche ist damit nicht zwangsläufiger Ausdruck einer mit Antibiotika behandlungsbedürftigen Erkrankung. Nach etwa einer Woche lassen die Symptome deutlich nach, wobei der Verlauf durchaus auch bis zwei Wochen andauern kann. Die Veränderungen in der Tiefe der Schleimhaut dauern bis zu 6 Wochen, bis sich diese vollständig zurückgebildet haben.
Länger dauert eine Empfindlichkeit in der Nasenschleimhaut an, die sich dadurch ausdrückt, dass beim abendlichen Hinlegen die Schleimhaut vermehrt anschwillt, mit der Folge einer Nasenatmungsbehinderung, obwohl die sonstigen Schnupfensymptome abgeklungen sind. Hierbei ist es wichtig, nicht durch die Einnahme abschwellender Nasentropfen eine sogenannte Gewöhnung der Schleimhaut und einen medikamentösen Schnupfen zu verursachen. Hilfreich können hier Salzspülungen, ggf. auch ein Kortisonspray sein.
In gleicher Weise verbleibt bei einer stattgehabten Bronchitis häufiger ein Husten beim Einschlafen oder während der Nacht als Ausdruck einer vermehrten Empfindlichkeit nach durchgemachtem Infekt. Hierfür empfehle ich das Lutschen eines zuckerfreien Bonbons oder einer Pastille bzw. man sollte sich ein Glas Wasser oder ungesüßten Tee auf den Nachttisch stellen und bei entsprechendem Husten in kleinen Schlucken trinken, da man parallel nicht Husten und Trinken kann, so dass durch das ständige Trinken der Hustenreiz abklingt.

Eine chronische Rhinitis ist durch lang dauernde oder bleibende Symptome gekennzeichnet, wobei dies vor allem eine chronische wässrige Nasensekretion oder eine Nasenatmungsbehinderung ist. Ursachen sind vor allem Allergien oder eine unspezifische nicht allergische Überempfindlichkeit.

Quelle und weitere Informationen unter: http://www.nasennebenhoehlen-badenbaden.de.

Nasennebenhöhlenchirurgie - Nasennebenhöhle

Immer mehr Patienten klagen über Beschwerden von Seiten ihrer Nasennebenhöhlen, so z.B. behinderte Nasenatmung, vermehrte Nasensekretion, Kopfdruck, Geruchsstörungen, vermehrte Infekte. In der Zusammenschau von Beschwerden, sorgfältiger endoskopischer Untersuchung, bildgebender Darstellung der Nasennebenhöhlen (z. B. Computertomogramm) und Funktionsprüfungen wird der für den jeweiligen Patienten beste Weg zur Verbesserung der Situation individuell gesucht. In der modernen Nasennebenhöhlenchirurgie wird der krankhafte Prozess saniert und dabei die Funktion von Nase und Nasennebenhöhlen möglichst wenig beeinträchtigt. Hierzu werden optische Hilfsmittel wie Endoskop und Mikroskop sowie Spezialinstrumente, ggf. auch der Laser eingesetzt. Bei den entzündlichen Nebenhöhlenerkrankungen liegt das Hauptaugenmerk darauf, möglichst wenig eingreifend (minimal invasiv) vorzugehen, die Engstellen gezielt zu erweitern und gesunde Schleimhaut weitgehend zu erhalten.
Quelle und weitere Informationen unter: http://www.nasennebenhoehlen-frankfurt.de