Experten und Spezialisten aus einem medizinischen Teilgebiet

Unser Ziel ist es, Ihnen in kurzer Zeit einen anerkannten Experten in dem für Sie wichtigen medizinischen Teilgebiet zu vermitteln, damit Sie umfassend beraten werden können. Im Vordergrund steht dabei die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme. Validität ist ein Ausdruck für Gültigkeit einer wissenschaftlichen Feststellung. Sie suchen eine gültige Antwort auf eine medizinische Frage - dabei möchte Vali-Med Ihnen helfen.

 

Dazu konnten wir bislang folgende medizinische Experten gewinnen:

       
 

Prof. Dr. Jochen A. Werner

  Prof. Dr. Jochen A. Werner
Spezialgebiet: HNO - Kopf-Hals-Tumoren, Hämangiome, Laserchirurgie im Kopf-Hals-Bereich, vaskuläre Malformationen
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Dr. med. Winfried Häuser

  Dr.med. Winfried Häuser
Spezialgebiet: Reflux - gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)  

Dr. med. Winfried Häuser bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen Rosahl
Spezialgebiet: Neurochirurgie  

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Priv.-Doz. Dr. med. Ursula Peschers

  Priv.-Doz. Dr. med. Ursula Peschers
Spezialgebiet: Belastungsinkontinenz der Frau 

Priv.-Doz. Dr. med. Ursula Peschers bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Priv. Doz. Dr. med. Gerhard Hesse

  Priv. Doz. Dr. Gerhard Hesse
Spezialgebiet: HNO - Tinnitus (Diagnostik und Therapie)
Priv. Doz. Dr. Gerhard Hesse bei Vali-Med anfragen.
       
 

Dr. med. Winfried Häuser

  Dr. med. Winfried Häuser
Spezialgebiet: Fibromyalgie / Fibromyalgiesyndrom
Dr. med. Winfried Häuser bei Vali-Med anfragen.
       
 

Prof. Dr. Michael Strupp

  Prof. Dr. Michael Strupp
Spezialgebiet: Neurologie - Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Prof. Dr. Michael Strupp bei Vali-Med anfragen.
       
 

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner

  Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner
Spezialgebiet: Obstipation | Darmverstopfung 

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner bei Vali-Med anfragen.

 

       
 

Prof. Dr. Peter Mayser

  Prof. Dr. Peter Mayser
Spezialgebiet: Pilzerkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde 

Prof. Dr. Peter Mayser bei Vali-Med anfragen.

 

       
       
 

Prof. Dr. Werner Hosemann

  Prof. Dr. Werner Hosemann
Spezialgebiet: HNO - Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Nasennebenhöhlen
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Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

  Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart
Spezialgebiet: Kardiologie - Koronare Herzkrankheit, Schwerpunkt Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen
Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart bei Vali-Med anfragen.
       

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Obstipation | Verstopfung ICD-10: K59.0 Obstipation

Eine Obstipation (lateinisch ob, „zu“, „entgegen“ und stipare, „vollstopfen“, „dicht zusammendrängen“, aber auch obstipatio, „das Gedrängtsein“) ist die akute oder chronische Verstopfung des Darmes. Ursachen sind krankhafte Veränderungen des Darmes, Fehlernährung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Stoffwechselstörungen oder Störungen des Elektrolythaushaltes (häufig Kaliummangel). Auch nach Bauchoperationen kann es in Folge von Verwachsungen oder fehlender Peristaltik zu einem Passagehindernis des Stuhlgangs kommen. Eine weitere Form der Obstipation ist das obstipations-prädominante Reizdarmsyndrom.
Bei totalem Erliegen des Stuhltransports spricht man dagegen von einer Koprostase.

Historisches:
Bereits im alten Ägypten und im Mittelalter wurden Verdauungsstörungen nachweislich beschrieben. In medizinischen Schriften aus jenen Zeiten sowie in Literatur und Kunst finden sich zahlreiche Hinweise auf Obstipation. Heute leiden in Deutschland etwa 30 % der Bevölkerung an einer Obstipation, dabei sind Frauen etwa doppelt so oft betroffen wie Männer. Betroffen sind Menschen jeden Alters.

Verdauung:
Die Nahrung wird im Verdauungstrakt transportiert, bis die verwertbaren Bestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Wasser, Mineralstoffe, Vitamine) entzogen und die Reste (Faeces) zur Ausscheidung bereit sind. Der gesamte Verdauungskanal (Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm und After) ist beim Erwachsenen bis zu neun Meter lang. Eine vollständige Darmpassage kann bis zu 30 Stunden und länger dauern. Dabei unterliegt der Stuhlgang zeitlich starken Schwankungen.

Formen:
Akute Obstipation:
Eine akut einsetzende Verstopfung kommt relativ selten vor und muss abgeklärt werden. In den meisten Fällen sind die Ursachen einer akuten Verstopfung in den persönlichen Lebensumständen der Betroffenen zu suchen. Die Beschwerden gleichen denen der chronischen Verstopfung. Treten zusätzlich zu den Verstopfungsbeschwerden Symptome wie
heftige Schmerzen 
angeschwollener Bauch 
Erbrechen von Kot (Miserere) 
Schock 
auf, können diese Beschwerden auf einen Darmverschluss (Ileus) zurückzuführen sein. Diese Patienten müssen sofort medizinisch betreut werden, bisweilen ist eine sofortige operative Behandlung notwendig. Eine akute Verstopfung kann auch die Folge eines Schlaganfalls oder eines Bandscheibenvorfalls sein.

Chronische Obstipation:
Von chronischer Obstipation spricht man, wenn
über mehr als drei Monate der Stuhlgang regelmäßig vier Tage ausbleibt 
starkes Pressen erforderlich ist 
ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung bestehen bleibt 
Entsprechend ihrer Ursachen wird die chronische Verstopfung in drei Gruppen eingeteilt, die kologene Obstipation, die anorektale Obstipation und die idiopathische Obstipation, bei der keine eindeutige körperliche Ursache gefunden wird.

Kologene Obstipation:
Die kologene Obstipation ist eine Form der chronischen Verstopfung, die auch unter dem Begriff „Slow-transit-Obstipation“ bekannt ist. Durch mangelnde Beweglichkeit des Darms wird der Darminhalt nur langsam vorwärts bewegt. Da dem Darminhalt ständig Wasser entzogen wird, entsteht harter Stuhl. Die Ausscheidung kann dadurch um bis zu 2 Wochen verzögert sein. Folgende Ursachen können dafür verantwortlich sein:
ballaststoffarme Ernährung 
Nervenstörungen z. B. im Nervengeflecht des Darms, in der zentralen Nervensteuerung oder durch neurologische Erkrankungen 
Diabetes mellitus 
Multiple Sklerose 
Morbus Parkinson 
Sklerodermie (Erkrankung des Gefäß- und Bindegewebes) 
muskuläre Störungen und Bindegewebserkrankungen 
hormonelle Einflüsse, z. B. bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) 
Dolichokolon (angeborenes überlanges Colon > 1,5 m) 
Nebenwirkungen von Medikamenten: Mittel gegen psychische Erkrankungen (Psychopharmaka), Schlafmittel, Beruhigungsmittel, aluminiumhaltige Magensäurebinder (Aluminiumsulfat), Opiate (z. B. Morphin), Eisenpräparate, entwässernde Medikamente (Diuretika), Antihypertensiva, Antiparkinsonmedikamente, Antiepileptika, Anticholinergika (bei Harninkontinenz) 

Anorektale Obstipation:
Die anorektale Obstipation ist eine Form der chronischen Verstopfung, die auf Veränderungen oder Störungen im Bereich des Enddarms und des Afters zurückgeführt wird. Zu den Ursachen zählen:
Verengung des Darmausgangs (Analstenose) 
Herausrutschen eines Teils des Mastdarmgewebes aus dem After (Rektumprolaps, Analprolaps) 
Aussackung des Enddarms (Rektozele) 
angeborene Verdickung des inneren Schließmuskels (Sphincter internus) 
gestörte Motorik von Enddarm (Rektum) und After 
verminderte Rektumsensibilität 
gestörte Koordination der inneren und äußeren Schließmuskeln 

Idiopathische Obstipation:
Bei der idiopathischen Obstipation kann keinerlei krankhafte Veränderungen der Darmfunktion oder der Darmanatomie ärztlich festgestellt werden. Diese Verstopfung ist häufig zu finden. Man unterscheidet zwischen einer sogenannten Slow Transit Constipation (gestörte Stuhlpropagation durch das Kolon) und einer Beckenbodendysfunktion (Störung der Stuhlentleerung aus dem Rektum, sogenannte Outlet Obstruction). Da keine organischen Ursachen gefunden werden können, wird diese Verstopfungsform anhand der Beschwerden der Patienten und mit Hilfe einer Transitzeitmessung festgestellt. Transitzeit ist die Zeitspanne von der Aufnahme bis zur Ausscheidung der Nahrung. Auch eine Rektoskopie und eine Sphinktermanometrie (Druckmessung des Schließmuskels) sollte durchgeführt werden, um die Diagnose abzusichern. Häufige Ursachen sind:
willkürlich unterdrückter Stuhldrang 
Stressfaktoren 
Reizdarmsyndrom (bei schmerzhafter Obstipation) 

Reiseobstipation:
Die Reiseobstipation zählt eigentlich zur kologenen Obstipation (s. o.); da sie zeitlich begrenzt (zumeist zu Beginn der Reise) auftritt, ist sie nicht zu den chronischen Verstopfungen zu zählen. Eine plötzlich auftretende Verstopfung kann Folge einer Umstellung der Ernährung und der Umgebung bei einer Reise sein. Der Körper ist mit der neuen Situation nicht vertraut und reagiert mit einer vorübergehenden Darmträgheit. Ursachen einer Reiseobstipation können sein:
ungewohnte Nahrungsmittel und Gewürze 
Flüssigkeitsmangel bedingt durch hohe Temperaturen und trockene Luft 
Zeitumstellung bei Fernreisen 
ungewohnter Alltagsablauf 

Pseudo-Obstipation:
Wenn der Darm entleert ist, kann es einige Tage dauern, bis wieder normaler Stuhlgang auftritt. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Vorgang und nicht um eine Verstopfung. Die Einnahme eines Abführmittels ist unnötig. Gründe für eine solche Darmentleerung können sein:
Ernährungsumstellung, z. B. Diät, vorangegangene Fastenkuren 
heftiger Durchfall 
Darmuntersuchungen, z. B. Koloskopie 
Missbrauch von Abführmitteln 

Ursachen für Obstipationen:
Mangel an physikalisch wirksamen Nahrungsreizen 
Vitaminmangel 
Diabetes mellitus 
Autonome Polyneuropathie 
M. Addison 
M. Parkinson 
Multiple Sklerose 
Hyperparathyreoidismus 
Hyperkalzämie 
Hypokaliämie 
Bewegungsarmut des Abdomens durch Abschwächung der Zwerchfellatmung 
Mangel an körperlicher Betätigung 
Abschwächung der Rumpfmuskulatur 
von der Wirbelsäule herrührende (vertebragene) Reizzustände 
psychische Beeinflussung 
Abstumpfung der Darmerregbarkeit durch Abführmittelmissbrauch 
nach Bauchoperation mit Störung des Reflexspiels oder durch Verwachsungen 
Fettansammlung oder Lymphstauungen im Bauchraum 
toxische Nervenschädigung (Alkohol, Nikotin, Drogen) 
chronische Entzündung z. B. Dickdarmentzündung, Adnexitis, Gallenblasenentzündung 
Nahrungsmittelunverträglichkeit (Hereditäre Fruktoseintoleranzen) 
Dauerhafte Therapie mit Medikamenten aus der Wirkstoffgruppe der Opioide (z. B. Morphin, Oxycodon, Fentanyl) 
Volvulus (Drehung eines Abschnittes im Verdauungstrakt) (äußerst selten) 
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) 

Symptome:
Eine Obstipation kann sich je nach Ausprägung in unterschiedlichen Symptomen zeigen. Die Patienten leiden zu Beginn unter Völlegefühl und allgemeinem Unwohlsein, der Bauch kann gebläht sein. Häufig ist der Stuhlgang schwierig, oft schmerzhaft, und meist werden viele kleine und harte Kotportionen ausgeschieden. Mit der Verstopfung sind eine Reihe von objektiven Symptomen und subjektiven Missempfindungen gekoppelt, die sich unterschiedlich stark zeigen können:

Objektive Symptome

seltener Stuhlgang 
harter Stuhl 
starkes Pressen bei der Darmentleerung 
Gefühl der unvollständigen Darmentleerung 
sehr schmerzhafter Stuhlgang 
Subjektive Missempfindungen
Appetitlosigkeit 
Zungenbelag 

Gesundheitliche Folgen:
Eine chronische Verstopfung kann verschiedene gesundheitliche Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Zu den häufigsten Komplikationen einer chronischen Verstopfung zählen:
Hämorrhoiden 
Analfissuren (durch harten Stuhl) 
Entstehung eines Rektumprolaps 
Divertikulitis 
Entstehung vermeintlicher Stuhlinkontinenz oder Enkopresis bei Kindern 
Bildung von verhärteten Kotballen (Skybala), vergleiche auch die Koprostase als kompletter Stuhlverhalt (selten als Endstadium hochgradiger Verstopfung) 
Weitere seltene Folgen können sein
Entstehung eines mechanischen Ileus 
Ausbildung eines Megacolons 

Diagnostik:
Im Rahmen einer besonders ausführlichen Anamnese wird zunächst versucht, die große Zahl der möglichen Ursachen der Obstipation einzugrenzen.

Körperliche Untersuchung:
Im Anschluss an die Anamnese erfolgt die klinische Untersuchung. Sie beginnt mit Abhören (Auskultation mittels Stethoskop), Abtasten (Palpation) und Abklopfen (Perkussion) des Bauches. Danach folgen weitere Untersuchungen zum Ausschluss organischer Ursachen.

Untersuchung von Blut und Urin

Die Laboruntersuchung von Blut- und Urinproben ist erforderlich, um Mineralstoff- und Elektrolytstatus der Patienten zu erheben. Diese Werte geben darüber Aufschluss, ob beispielsweise eine Stoffwechselerkrankung oder Abführmittelmissbrauch vorliegen. Die Ergebnisse geben die Richtung für weitere Untersuchungen vor und können einen ersten Hinweis auf den Grund der Obstipation liefern.

Untersuchung auf Blut im Stuhl

Der Hämoccult®-Test dient dazu, auch verborgenes Blut im Stuhl nachzuweisen. Findet sich Blut im Stuhl, spricht das für eine Darmentzündung, einen Polypen oder anderen Tumor im Darm.

Ultraschall-Untersuchung

Die Ultraschall-Untersuchung des Bauches (Abdomen-Sonografie) findet ohne Strahlenbelastung und ohne Beeinträchtigung der Patienten statt. Dabei gelingt es unter guten Bedingungen, die Organe des Bauchraums auf einem Bildschirm darzustellen. Krankhafte Veränderungen wie Darmverengungen aufgrund einer Entzündung oder ungewöhnliche Luftansammlungen im Darm können auf diese Weise auffallen, wobei durch zu viel Gas im Darm die Ultraschallbilder für den Arzt nur bedingt auswertbar sind.

Darmspiegelung

Die Darmspiegelung (Koloskopie) gibt die Möglichkeit, den Darm von innen her anzusehen und zu beurteilen. Um Veränderungen wie Darmpolypen, Verengungen oder Tumore zu erkennen, ist die Darmspiegelung die beste Möglichkeit. In einigen Fällen genügt auch die genannte Rektoskopie. Hierbei wird lediglich der Mastdarm untersucht, wogegen mit einer Koloskopie auch die höheren Abschnitte des Dickdarms, wenn nötig auch das Ileum, untersucht werden können. Vor dieser Untersuchung muss der komplette Darm entleert werden, für die Rektoskopie genügt in der Regel ein einfaches Klistier - selten ist hier ein Reinigungseinlauf nötig. Für eine Koloskopie trinken die Patienten einige Stunden vor der Untersuchung mehrere Liter einer PEG-Spüllösung, bis nur noch klare Flüssigkeit ausgeschieden wird.

Röntgenuntersuchung

Durch den Colon-Kontrasteinlauf kann die Lage des Dickdarms im Bauchraum sowie seine Arbeitsweise untersucht werden. Da der gesamte Dickdarm dargestellt werden soll, muss vor der Untersuchung der Darm gut entleert sein. Als Kontrastmittel kommt meistens Barium-Brei zum Einsatz. Unter Röntgendurchleuchtung kann man auch eine Gefäßuntersuchung durchführen, wenn Blutungen, Verletzungen, Thromben (Gerinnsel) oder Tumore vermutet werden. Um die Arbeitsweise des Dickdarms röntgenologisch darstellen zu können, wird der ganze Dickdarm mit einem speziellen Kontrastmittel gefüllt, in dem ein starkes Abführmittel gelöst ist (Irrigoskopie). Die Darmbewegungen lassen sich dann als Film auf dem Röntgenschirm gut erkennen. Diese Untersuchung kann durch das Abführmittel kolikartige Bauchkrämpfe auslösen und wird deshalb nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

Kolontransit-Test

Diese Untersuchung wird nur durchgeführt, wenn etwa der Verdacht auf ein Dolichokolon (überlanger Dickdarm) besteht. Man kann damit die Dickdarmtätigkeit und den Ausscheidungsrhythmus bestimmen. Die Patienten schlucken bei diesem Test an sechs aufeinander folgenden Tagen täglich morgens zur gleichen Zeit so genannte Biomarker. Hierbei handelt es sich um kleine Kapseln, die mit Bariumsulfat gefüllt und auf dem Röntgenbild gut sichtbar sind. Am siebten Tag wird eine Röntgenaufnahme des Bauches gemacht. Auf diese Weise lässt sich feststellen, wie viele Kapseln sich in den verschiedenen Dickdarmabschnitten befinden. Dadurch kann die Passagezeit durch den Darm berechnet werden. Als tolerierbare Obergrenze gelten 64 Stunden für die gesamte Darmpassage, bei einer Verstopfung kann die Passagezeit bis zu 120 Stunden betragen.

Zusätzliche Spezialuntersuchungen

In besonderen Fällen kann zur Klärung der Ursache eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT/MRI) sinnvoll sein. Bei diesen Verfahren lässt sich der ganze Dickdarm und der Schließmuskelapparat darstellen. Manchmal ist es empfehlenswert, die Diagnostik durch eine gynäkologische, urologische oder neurologische Untersuchung zu vervollständigen. Bei Verdacht auf eine neurologische Störung kann die Durchführung einer Elektromyographie (EMG) sinnvoll sein. Bei einer anorektalen Obstipation kann die anorektale Manometrie auch Aufschluss über die Funktion des Enddarmes und des Schließmuskels geben.

Psychische Untersuchungen:
Auch der psychische Zustand der Patienten muss bei der Diagnostik einer Obstipation erfasst werden. Besonders bei jüngeren Frauen ist die Obstipation oft psychosomatischer Natur. Es wird nach den Lebensumständen, Ernährungsgewohnheiten sowie nach der familiären und beruflichen oder schulischen Situation gefragt. Die Antworten können deutliche Hinweise auf stressbedingte Obstipation oder auf Stuhlverhaltung (vor allem bei Kindern) geben.

Behandlung:
Die Behandlung erfolgt nach einem Stufenschema: Ist die Obstipation durch Ernährungsfehler oder ungünstigen Lebensstil bedingt, ist der Hauptaspekt der Behandlung eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Kost, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ggf. die Änderung der Lebensgewohnheiten. Ausreichende Bewegung und Toiletten-Konditionierung unterstützen die Darmtätigkeit. Reichen diese Maßnahmen der Stufe 1 nicht aus, wird die Darmtätigkeit in einem zweiten Schritt mit Hilfe von Füll- und Quellstoffen angeregt. Betroffene der Stufe 3, bei denen weder die Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten noch Abführhilfen der Stufe 2 helfen, benötigen zusätzlich zu gesunder Ernährung und Bewegung sog. stimulierende Abführmittel (Bisacodyl, Natriumpicosulfat, Senna alexandrina). Die Behandlung der Stufe 3 sollte mit ärztlicher Rücksprache erfolgen. Außerdem sind Auslassversuche empfehlenswert, um regelmäßig zu überprüfen, ob das Abführmittel tatsächlich noch benötigt wird. Die Dosierung des Abführmittels ist korrekt, wenn es zu einem weichen, nicht flüssigen Stuhlgang kommt. Durchfall ist ein Zeichen von Überdosierung oder zu häufiger Anwendung!

Ernährungsumstellung:
Bei der Umstellung der Ernährung soll die Ernährungsberatung durch eine Fachkraft erfolgen, da so besser auf die Probleme der Patienten eingegangen werden kann. Die meisten Kliniken und Krankenkassen bieten solche Beratungen, gelegentlich sogar spezielle Ernährungs- und Kochkurse, an.

Normalkost:
Vollkornbrot (Braunbrot hat nur unwesentlich mehr Ballaststoffe als Weißbrot) 
Kleiebrot (es existiert spezielles Kleiebrot, welches eine weichere Rinde als manches Vollkornbrot hat) 
Vollkornteigwaren, Vollreis, Hirse, Hafer, Vollkornmüsli 
Knollengemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte 
Birnen, Pfirsiche, Kirschen, Dörrobst, Feigen usw. 
Weiche Kost:
gekochte Früchte, pürierte Feigen, Dörrpflaumen und Dörrbirnen 
gekochtes Gemüse, Kartoffeln 
Salat aus gekochtem Knollengemüse 
Erdbeerkonfitüre, Sofortkaffee, Schokoladengetränke, Milchschokolade 
Abführende Ernährung:
Eingelegte Pflaumen, Feigen und Aprikosen 
Kleie (mit viel Flüssigkeit) 
Leinsamen (mit viel Flüssigkeit) 
Rhabarber 
Sauerkraut 
Rote Bete (auch als Saft erhältlich) 
Indischer Flohsamen 
geriebene Äpfel 
Stopfende Ernährung:
Weißbrot 
Teigwaren 
Bananen 
Karotten 
Schokolade 
Rotwein 
Schwarzer Tee 
Faserreiche Lebensmittel (z.B. Spargel, Sellerie, Lauch) 

Umstellung der Lebensgewohnheiten:
Die Beseitigung einer Verstopfung sollte auch mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten einher gehen.

Verhaltenstherapie:
Eine wichtige Säule bei der Behandlung einer Verstopfung liegt im Verändern der täglichen Lebensabläufe (Normalisierung des Lebensrhythmus, geregelter Tag-Nacht-Rhythmus mit Aktivitäts- und Ruhephasen zu möglichst gleichen Tageszeiten, Einnahme der Mahlzeiten zu den gleichen Zeiten). Die Betroffenen sollen sich vom Zwang der täglichen Stuhlentleerung befreien. So ist es auch wichtig, den Darm an eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewöhnen, etwa indem morgens nach dem Frühstück die Toilette aufgesucht und Stuhlentleerung versucht, bei vergeblichem Versuch aber nicht länger als höchstens fünf Minuten verweilt wird. Der Stuhldrang, auch wenn er spontan auftritt, soll nicht unterdrückt werden. Eventuell vorhandene Konflikte sollten gelöst werden, und es kann hilfreich sein, mit anderen und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Es sollen Gegenpole zum Stress, etwa durch Entspannungsübungen, Meditation, Yoga oder Autogenes Training, geschaffen werden.

Bewegungstherapie:
Da jegliche Form der körperlichen Bewegung die Darmtätigkeit begünstigt (insbesondere Wandern, Laufen, Spielsportarten, Gymnastik - hier besonders Übungen zur Stärkung der Bauchmuskulatur), sollten die Patienten ihre sportlichen Aktivitäten dahingehend ausbauen. Isometrische Bauchpresse zur Stärkung der Bauchmuskulatur (Bauch zehn Sekunden lang kräftig einziehen und langsam entspannen, fünfmal wiederholen) kann hilfreich sein. Diese Übung soll dreimal täglich durchgeführt werden. Weiter begünstigen Darmmassagen, die im rechten Unterbauch beginnend mit festen kreisenden massierende Bewegungen im Uhrzeigersinn über den gesamten Bauch morgens fünf Minuten lang ausgeführt werden, den Erfolg und regen zusätzlich den Darm an. Auch Bindegewebsmassagen sollen eine günstige Wirkung haben.

Physikalische Therapie:
Bei einer „schlaffen“ Verstopfung können Kniegüsse zur Darmanregung nützlich sein, auch kalte Fuß- und Halbbäder, kalte Reibe-Sitzbäder (16-20 °C, 2-3 min), dreimal täglich kalte Bauchwaschungen (3 min) bringen eine Besserung der Symptome. Bei krampfartiger Verstopfung können zur Krampflösung intensive Wärmeanwendungen wie 1-2x täglich ansteigende Sitzbäder (20-30 min) und heiße Auflagen (Wärmflasche mit feuchtem Tuch auf dem linken Unterbauch) hilfreich sein.

Rektale Entleerungshilfen (Klistier, Irrigator):
Eine altbewährte, besonders schonungsvolle Alternative zu Abführmitteln sind Darmspülungen mit reinem Wasser. Klistiere gehören zu den ältesten Instrumenten in der Medizin und wurden von jeher eingesetzt, um eine rasche, gezielte Entleerung des Enddarms herbeizuführen. Ihr Vorteil besteht darin, dass die Anwendung nur lokal wirkt, nämlich im unteren Darmabschnitt, so dass der Körper und seine Organe nicht belastet werden. Diese geeignete und altbewährte Methode ist bei vielen Patienten nicht mehr bekannt. Früher nahm das Klistiergerät in der Volksmedizin eine bedeutende Stellung ein und gehörte bis vor wenigen Jahrzehnten in jeden Haushalt und in jeden Arztkoffer.

Siehe auch: Klistier

Zusätzliche Therapie:
Wenn die Koordination der inneren und äußeren Schließmuskeln gestört ist, bieten sich Biofeedback- oder Elektrostimulationstherapie an. Diese Methoden kommen vor allem bei neurologischen Störungen zum Einsatz, können unter bestimmten Umständen aber auch beim Erlernen einer richtigen Stuhlentleerung im Rahmen einer Verhaltenstherapie sinnvoll sein.

Medikamentöse Behandlung:
Bei der kologenen Obstipation ist die Ursache ein träger Darm, der mit osmotischen (Lactulose) oder motilitäts- und sekretionsbeeinflussenden Abführmitteln (Bisacodyl oder Sennoside) angeregt werden kann. Ist die Ursache der Obstipation dagegen Ballaststoffmangel, eignen sich Füll- und Quellstoffe (wie etwa der indische Flohsamen).

Eine anorektale Obstipation lässt sich am besten mit rektal verabreichten Mitteln beseitigen. Dazu eignen sich Zäpfchen mit den Wirkstoffen Glyzerin oder Bisacodyl und Klistiere mit Natriumdioctylsulfosuccinat.

Bei einer schon lange bestehenden, chronischen Obstipation ist ein etwas aufwändigeres Verfahren notwendig, um den Darm anzuregen. Teilweise sind hier schon länger motilitäts- und sekretionsbeeinflussende Abführmittel wie z. B. Bisacodyl oder Sennoside in zu hohen Dosen verwendet worden. Hier muss zuerst wie beim Laxantienabusus von stimulierenden auf osmotisch wirkende Abführmittel gewechselt werden. Dazu wird mit Magnesiumsulfat (Bittersalz) in einer hohen Dosis von zwei Esslöffeln auf ½ Liter Wasser begonnen, bei normalem oder dünnem Stuhl wird die Dosis reduziert oder bei nicht ausreichendem Erfolg zusätzlich Lactulose-Sirup (1-3 Esslöffel) nach dem Frühstück gegeben. Die individuelle Dosis ist so zu wählen, dass regelmäßig (alle ein bis drei Tage) weicher Stuhlgang stattfindet. Wenn sich der Stuhl normalisiert, beginnt man langsam mit dem Ausschleichen der Abführmittel, was mehrere Monate dauern kann.

Sind Abführmittel aufgrund einer Darmlähmung notwendig und müssen ausnahmsweise über einen langen Zeitraum gegeben werden, werden mit Macrogol (in Verbindung mit sehr großen Flüssigkeitsmengen von ca. 2 bis 4 L täglich), Bisacodyl oder Senna die besten Ergebnisse erzielt. Hier wird nur soviel gegeben, dass ein regelmäßiger, weicher aber geformter Stuhlgang besteht. Durchfall ist ein Zeichen von zu hoher oder zu häufiger Einnahme.

In einigen Fällen, bei denen sich eine gestörte Koordination des inneren und des äußeren Schließmuskels in Form einer Spastik zeigt, kann durch Einspritzen von Botulinumtoxin (Botox) in den äußeren Schließmuskel eine Besserung der Symptomatik erzielt werden. Botox bewirkt für etwa drei bis neun Monate ein Schwächung der Verschlusskraft um etwa 20-40 Prozent und erleichtert damit die Stuhlentleerung.

Bei einer Reiseobstipation können Abführmittel mit Bisacodyl helfen, da sie schnell (Dragees über Nacht und Zäpfchen innerhalb von 30-60 Minuten) wirken. Wer Phytotherapeutika (pflanzliche Arzneimittel) bevorzugt, kann Senna-Präparate anwenden, da sie ebenfalls zuverlässig (etwa acht bis zwölf Stunden nach der Einnahme, am besten über Nacht) wirken. Noch schneller wirkt ein Einlauf, der auch unterwegs mit Hilfe eines Reiseirrigators gemacht werden kann. Patienten, die schon vor Reiseantritt unter einer chronischen Verstopfung litten, sollten ihre bisher benützten Abführmittel auch weiterhin in der gewohnten Dosierung verwenden.

Operative Behandlung:
Eine operative Behandlung kann in bestimmten Fällen - besonders bei anorektaler Obstipation - erforderlich werden. Diese Behandlungsmethode soll nur angewandt werden, wenn alle anderen Behandlungsversuche fehlgeschlagen sind. Häufig kann durch die operative Behandlung die Verstopfung beseitigt oder deutlich verbessert werden. Indikationen dafür sind:
- Morbus Hirschsprung 
- Megacolon 
- Dolichokolon 
- Beckenbodensenkung (descending-perineum-Syndrom) 
- Verlegung des Darmrohres durch einen Tumor 
- Rektozele 
- Invaginationen 
- innerer Rektumprolaps 
- Verwachsungen (Briden) 
- Verengungen bei Morbus Crohn 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Obstipation (Stand: 27-01-2010)


 

Für eine Analyse ist unser Experte im Fachgebiet Obstipation und Verstopfung jederzeit für Sie erreichbar:

       
 

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner

  Prof. Dr. Stefan Müller-LissnerSpezialgebiet:
Obstipation | Darmverstopfung
Lebenslauf des Experten

Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner bei Vali-Med anfragen.

die Hals Nasen Ohren Heilkunde HNO

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (kurz HNO-Heilkunde) ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der Ohren, der oberen Luftwege, der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes, der unteren Luftwege und der Speiseröhre befasst; im weiteren Sinne mit den oben genannten Problemen im gesamten Kopf- und Halsbereich.

Im Englischen wird statt HNO das Kürzel ENT (für „Ears Nose and Throat“) verwendet, für die internationale wissenschaftliche Verständigung auch ORL für Oto-Rhino-Laryngologie).

Laut Bundesärztekammer lautet die Definition der geplanten neuen Ausbildungsordnung HNO so: Das Gebiet Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde umfasst die Vorbeugung, Erkennung, konservative und operative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen, Formveränderungen und Tumoren des Ohres, der Nase, der Nasennebenhöhlen, der Mundhöhle, des Pharynx und Larynx und von Funktionsstörungen der Sinnesorgane dieser Regionen sowie von Stimm-, Sprach-, Sprech- und Hörstörungen.

Überschneidungen ergeben sich mit den medizinischen Fachgebieten Phoniatrie + Pädaudiologie, Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Neurologie, Orthopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Dermatologie und Allergologie und Innere Medizin Schwerpunktkompetenz Pneumologie.

Zum anatomischen Block Ohren gehören: Ohrmuschel und Ohrläppchen, Gehörgang, Mittelohr, Innenohr sowie zentrale Hörbahnen und Hörzentren. Die oberen Luftwege bestehen aus: Äußerer Nase, Nasenhaupthöhlen, Nasennebenhöhlen, Nasenrachenraum, Rachenmandel und Rachen. Die unteren Luftwege bestehen aus Kehlkopf und Luftröhre. Zur Mundhöhle zählen Mundschleimhaut, Zunge, Gaumenmandeln sowie alle Speicheldrüsenausgänge im engeren Sinne und die Speicheldrüsen im weiteren Sinne. Der Rachen geht in den Speiseröhreneingang und den Eingang zum Kehlkopf über, anatomisch handelt es sich um Oropharynx und Hypopharynx.

Die HNO-Heilkunde sieht sich in der Behandlung von Erkrankungen weitgehend der wissenschaftlichen Medizin verbunden; jedoch gelangen auch Naturheilverfahren zur Anwendung.

Im operativen Bereich treten mikrochirurgische Operationsverfahren immer mehr in den Vordergrund, insbesondere im Bereich der Mittel- und Innenohrchirurgie, der Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie mittels Endoskopie und der Kehlkopfchirurgie. Diese Operationen werden jedoch nicht nur im Sinne der anatomischen Wiederherstellung, sondern auch im Sinne der Funktionserhaltung, Funktionsverbesserung und der posttraumatischen Funktionswiederherstellung durchgeführt. Plastisch chirurgische Eingriffe im Gesichtsbereich, bei Ohrmuschelfehlstellungen und Deformitäten der äußeren Nase (hier insbesondere des knöchernen Nasengerüstes) gehören heute in der HNO-Heilkunde zu den etablierten Behandlungsmethoden, ebenso wie große Bereiche der Tumorchirurgie des Halses und der Mundhöhle. Die endoskopische Entfernung verschluckter und inhalierter Fremdkörper ist eine weitere Aufgabe der HNO-Heilkunde.

Leitlinien der HNO-Heilkunde
Unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) haben die Medizinischen Spezialdisziplinen, wie auch HNO, durch Aufstellen von Leitlinien den Empfehlungen des Sachverständigenrats für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (Sondergutachten 1995) Rechnung getragen.

Leitlinien sollen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung gültigen Stand des medizinischen Wissens wiedergeben. Sie bedürfen einer kontinuierlichen Anpassung an die Entwicklung des medizinischen Fortschritts.

Über die nachstehend veröffentlichten Leitlinien wurde innerhalb der Fachgesellschaft Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie Konsens erzielt. Einschränkend ist darauf hinzuweisen, dass dieser Konsens nicht gleichbedeutend mit einem uneingeschränkt unumstrittenen Status aller dort empfohlenen medizinischen Maßnahmen ist.[1]

Die Leitlinien gehen von einem Krankheitsbild aus und geben Anleitung für diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Stand: 08.01.2010)

Informationen zum Akustikusneurinom

Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Tumor der Hüllzellen, auch Schwannom genannt, des 8. Hirnnerven (Nervus vestibulocochlearis), der meist von der Pars superior des Nervus vestibularis ausgeht. Ohne Therapie kommt es häufig zu einem langsamen progredienten Wachstum des Tumors bis in den Kleinhirnbrückenwinkel hinein. Der Tumor führt zur Verdrängung und zum Funktionsverlust des 8. Hirnnerven mit Schwerhörigkeit, Ertaubung, Tinnitus und Schwindel, des Nervus fazialis (Gesichtsnerven) mit Fazialisparese sowie des Hirnstammes und des Kleinhirnes.

Therapeutisch stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Die mikrochirurgische Tumorentfernung, wobei kleinere Tumoren vom HNO-Chirurgen transtemporal oder seltener translabyrinthär entfernt werden können. Größere Tumoren werden neurochirurgisch über einen z. B. retrosigmoidalen Zugang entfernt.

  • Alternativ kann eine Bestrahlung mit dem sogenannten Gamma-Knife erfolgen, insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Tumoren.

  • Als Wait-and-Scan-Therapie wird in Abhängigkeit von der Ausdehnung, Alter, Symptomatik und Allgemeinzustand des Patienten eine abwartende Haltung
    eingenommen, insbesondere bei kleinen, intrakanalikulären Tumoren. 1 – 2mal im Jahr werden ein Kernspintomogramm und eine audiologische Diagnostik durchgeführt. Bei Zunahme des Hörverlustes und/oder sichtbarem Wachstum erfolgt dann die weitere Therapie. 

Während des Europäischen Schädelbasiskongresses im April 2009 in Rotterdam wurden nach lebhafter Diskussion 3 Forderungen als relativ breiter Konsens an das moderne Management dieser Tumoren formuliert:

  1. Ein Klinikum, welches Akustikusneurinome und Vestibularisschwannome behandelt, sollte über alle Optionen der Therapie bzw. Beobachtung verfügen, um Patienten umfassend beraten zu können.

  2. An diesen Einrichtungen bedarf es erfahrener, talentierter und gut ausgebildeter
    Behandler.

  3. Es sind eine detaillierte Erfassung aller Fälle und die ehrliche Analyse der Ergebnisse aller 3 Strategien erforderlich.

 

Für eine Analyse ist unser Experte im Fachgebiet der Neurochirurgie jederzeit für Sie erreichbar:

       
 

 Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen Rosahl Spezialgebiet: Neurochirurgie - Lebenslauf des Experten

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl bei Vali-Med anfragen.

 

       

Fachgebiete und möglichen Krankheitsbilder

Die Magnetresonanztomografie ( MRT ) verwendet ungefährliche Magnetfelder um (Serien-) Schnittbilder des Körpers herzustellen. Die hervorragende Bildqualität ermöglicht es Strukturen unter 1 mm Größe darzustellen. Als größter Nachteil wird immer die Platzangst in der problematische enge „ Röhre “ aber auch die Lautstärke genannt. Die Gabe von einem geeignetem Kontrastmittel kann bei einigen Untersuchungen wichtig sein, da so eine bessere Darstellung …
… mehr zum Thema bildgebende Verfahren in der Radiologie und Nuklearmedizin …


Moderne Nasennebenhöhlenoperationen basieren auf der Zusammenschau von Beschwerden, Nasenendoskopie und Computertomographie. Der Eingriff erfolgt individuell an Anatomie und Erkrankung angepasst mittels Videoendoskopie, Shaver, ggf. Navigationssystem und feinen Spezialinstrumenten …
… mehr zum Thema Nasennebenhöhlenchirurgie …


Viele Menschen sind von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen betroffen, die Häufigkeit von Störungen der Gleichgewichtsregulation nimmt mit dem Alter zu. 
Der Bewegungsapparat, die Halswirbelsäule, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr sowie Meldungen durch das Sehorgan werden in den Gleichgewichtszentren im Gehirn verarbeitet. Störungen der einzelnen Meldesysteme und/oder der Verarbeitung sowie der zuführenden Bahnen führen zu Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Störungen können damit sowohl im Zentrum als auch in der sogenannten Peripherie, also außerhalb des Gehirns liegen..
… mehr zum Thema: Schwindel und Gleichgewichtsstörungen …


Allergie Baden bietet Allergiker in Baden und im Südwesten in der Region Karlsruhe, Baden-Baden, Pforzheim, Bruchsal, Bretten, Landau, Rastatt, Heidelberg, Mannheim, Ettlingen und Umgebung kompetenten Rat und Hilfe im Bezug auf Allergie, Hyposensibilisierung, Allergietherapie, Immuntherapie und Umweltmedizin. Eine Allergie ist eine krankhaft gesteigerte Reaktion eines gesunden Immunsystems auf einen eigentlich harmlosen, meist natürlich vorkommenden Stoff. Am häufigsten kommt es zu allergischen Reaktionen durch …
… mehr hier zum Thema: Hilfe und Rat für Allergiker ..


Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Fachgebiet betreffen u.a. das Sinnesorgan Ohr, das Riechen und die oberen Luft und Speisewege…
… mehr hier zum Thema: HNO Hals Nasen Ohren Fachgebiet ..


Engstellen (Stenosen) der ableitenden Tränenwege zeigen sich klinisch durch das die Patienten sehr belästigende Tränenträufeln, Bindehautentzündungen, einen mehr oder weniger ständig vermehrten Sekretfilm, gelbliches Sekret im Bindehautsack sowie eine akute oder chronische …
… mehr zum Thema: Tränenwegschirurgie …


Verletzungen der Hirnhaut führen zu einem Abfließen von Hirnwasser in die Nase und bergen das Risiko einer aufsteigenden Hirnhautentzündung in sich. Sie müssen deshalb operativ verschlossen werden. Als Ursache kommen Unfälle, Operationen …
… mehr zum Thema: Duraplastik …


Verletzungen der Hirnhaut führen zu einem Abfließen von Hirnwasser in die Nase und bergen das Risiko einer aufsteigenden Hirnhautentzündung in sich. Sie müssen deshalb operativ verschlossen werden. Als Ursache kommen Unfälle, Operationen …
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Die infektiöse Mononukleose ist klinisch definiert als Erkrankung mit Fieber, Lymphknotenvergrößerung und Pharyngotonsillitis und muß von der bakteriellen Pharyngotonsillitis oder dem Peritonsillarabszeß abgegrenzt werden. Diese Übersichtsarbeit präsentiert das empfohlene diagnostische und therapeutische Vorgehen und gibt Empfehlungen für die Wiederaufnahme körperlicher und sportlicher Aktivitäten nach überstandener Krankheit …
… mehr zum Thema: Infektiöse Mononukleose …


Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Tumor der Hüllzellen, auch Schwannom genannt, des 8. Hirnnerven (Nervus vestibulocochlearis), der meist von der Pars superior des Nervus vestibularis ausgeht.  Ohne Therapie kommt es häufig zu einem langsamen progredienten Wachstum des Tumors bis in den Kleinhirnbrückenwinkel hinein. Der Tumor führt zur Verdrängung und zum Funktionsverlust des 8. Hirnnerven mit Schwerhörigkeit, Ertaubung, Tinnitus und Schwindel, des Nervus fazialis (Gesichtsnerven) mit Fazialisparese sowie des Hirnstammes und des Kleinhirnes. Therapeutisch stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung: …
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Tinnitus ist ein Symptom einer veränderten oder gestörten Hörwahrnehmung. Liegt eine Schädigung in irgendeiner Station der Hörbahnen vor, resultiert hieraus immer auch eine Veränderung der Hörwahrnehmung. In der Regel entsteht in der Folge ein Tinnitus. Krankheitswert und Krankheitsbedeutung entstehen durch das Leiden am Tinnitus. 
Nach aktuellen Erhebungen haben 25% aller Deutschen bereits einmal einen Tinnitus erlebt, 13% über einen längeren Zeitraum. 2% sind durch die Ohrgeräusche erheblich belastet. 
Ein Tinnitus kann die unterschiedlichsten Ursachen haben …
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In der modernen Kardiologie werden Herz- und Kreislauf auf Erkrankung untersucht, wobei neben EKG und Belastungs-Test auch modernste Ultraschallverfahren mit Flussmessungen eingesetzt werden. Bei Infarkt oder Infraktgefahr werden diagnostische Herzkatheteruntersuchungen und evtl. Gefäßaufdehnungen (PTCA) bei verengten Blutgefäßen einschließlich der Implantation von Gefäßstützen (Stents) vorgenommen, Etwa 10% der erkrankten Patienten werden zur Operation einem Herzchirurgen vorgestellt. Des weiteren: Alkoholablationen bei hypertrophen Kardiomyopathien (TASH), Ballonsprengungen von verengten Herzklappen und Verschlüsse einer offenen Vorhoftrennwand (PFO/ASD) …
… mehr zum Thema Kardiologie …


Die Magnetresonanztomografie ( MRT ) verwendet ungefährliche Magnetfelder um (Serien-) Schnittbilder des Körpers herzustellen. Die hervorragende Bildqualität ermöglicht es Strukturen unter 1 mm Größe darzustellen. Als größter Nachteil wird immer die Platzangst in der problematische enge „ Röhre “ aber auch die Lautstärke genannt. Die Gabe von einem geeignetem Kontrastmittel kann bei einigen Untersuchungen wichtig sein, da so eine bessere Darstellung …
… mehr zum Thema bildgebende Verfahren in der Radiologie und Nuklearmedizin …


Die Nasenscheidewand teilt die Nasenhöhle in eine rechte und linke. Bei etwa ¾ aller Menschen ist die Nasenscheidewand nicht exakt in der Mittellinie, sondern nach einer Seite „schief“ was jedoch meistens keine Beschwerden verursacht. Eine Korrektur dieser Verbiegung der Nasenscheidwand ist nur notwendig wenn hieraus Beschwerden bestehen. Die seitliche Nasenwand wird durch drei Nasenmuscheln aufgeworfen, die aus einem  …
… mehr zum Thema: Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen …


Endonasale Tumorchirurgie: Viele gutartigen und manche bösartigen Tumoren können durch die Nase (endonasal endoskopisch) erfolgreich operiert werden (z.B. Osteome, Papillome, Adenokarzinome). Durch den Einsatz von Mikroskop und Endoskop sowie weiterer moderner Geräte und Instrumente (z.B. sogenannte Shaversysteme und Navigation) können … mehr zum Thema: gutartige und bösartige Tumore operieren …


Die Ballondilatation / Ballonsinuplastik der Nasennebenhöhlen ist eine neue Methode zur schonenden Erweiterung verengter Drainagewege….
… mehr zum Thema: Ballon Sinuplastik / Ballondilatation …

Neurochirurgie

Die Neurochirurgie umfasst als medizinisches Fachgebiet die Erkennung und operative Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und (Folgen von) Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Außerdem beschäftigt sie sich mit den entsprechenden Voruntersuchungen, konservativen Behandlungsverfahren und der Rehabilitation. Das Fach ist eigenständig und wird weder der Chirurgie noch der Neurologie zugeordnet.

Neurochirurgische Arbeit:
Oftmals noch um einiges filigraner als die Allgemeinchirurgie, stellt das manuelle Arbeiten am hochkomplexen Organ Hirn für viele Ärzte eine große Herausforderung dar. Hin und wieder rückt die Neurochirurgie in das Rampenlicht der Medien, so etwa am 7. Juli 2003, als ein internationales, 28-köpfiges Ärzteteam unter Leitung von Prof. Keith Goh versuchte, die erwachsenen iranischen siamesischen Zwillinge Ladan und Laleh Bijani auf deren eigenen Wunsch hin zu trennen; der Versuch scheiterte, und die beiden jungen Frauen verbluteten nach einer 50-stündigen Operation.
Jedoch besteht die Neurochirurgie nicht ausschließlich aus spektakulären Operationen am offenen Hirn, sondern ganz alltäglich zum Beispiel aus mikrochirurgischen Wirbelsäulenoperationen zur Behandlung eines nicht in gleichem Maße medienwirksamen Bandscheibenvorfalls.
Gegenüber der Neurochirurgie gibt es, ebenso wie gegenüber der Psychiatrie, immer noch einige Berührungsängste.
Ein besonderes Teilgebiet der Neurochirurgie ist in diesem Zusammenhang die heftig umstrittene Psychochirurgie, die durch operative Eingriffe versucht, gezielte Manipulationen an des Patienten Psyche vorzunehmen, welche jedoch in demokratischen Staaten nur noch minimal Anwendung findet.

Der Facharzt für Neurochirurgie:
Neurochirurg in Deutschland:
Um nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Neurochirurgie tätig zu werden, bedarf es einer sechsjährigen Weiterbildungszeit. Für den genauen Modus der Facharztweiterbildung ist die jeweilige Landesärztekammer zuständig. Die Ausbildung umfasst mindestens vier Jahre im Krankenhaus, angerechnet werden können:
1 Jahr Chirurgie und/oder Neurologie, Neuropathologie und/oder Neuroradiologie 
oder
1/2 Jahr Anästhesiologie, Augenheilkunde, HNO, MKG oder Pädiatrie 
Ein halbes Jahr muss in der neurochirurgischen Intensivmedizin absolviert werden.

Neurochirurg in den USA:
Um in den Vereinigten Staaten als „neurosurgeon“ tätig zu werden, bedarf es einer siebenjährigen
„residency“-Zeit.
1 Jahr „internship“ in Allgemeinchirurgie und auf anderen chirurgischen Abteilungen rotierend 
6 Jahre Neurochirurgie 

Neurochirurg in Kanada:
Um in Kanada „neurosurgeon“ zu werden, muss eine sechsjährige, in zwei Etappen geteilte Weiterbildung absolviert werden.
2 Jahre chirurgische Physiopathologie und chirurgische Grundlagen 
4 Jahre Neurochirurgie 

Neurochirurg in der Schweiz:
Um in der Schweiz „Neurochirurg“ zu werden, muss eine sechsjährige, in zwei Etappen geteilte Weiterbildung absolviert werden.
1 Jahr in einem nicht-neurochirurgischen Fach (”Fremdjahr”): Allgemeine Chirurgie oder chirurgische Sub-spezialität (mit Ausnahme der Neurochirurgie) mit Teilnahme am allgemein-chirurgischen Notfalldienst, Orthopädie, Kieferchirurgie, HNO, Neurologie, Neuroradiologie, Neuroanatomie, Neuropathologie, klinische oder experimentelle Neurophysiologie, experimentelle Chirurgie. 
5 Jahre Neurochirurgie, wobei der Ausbildungsort mindestens einmal für ein Jahr gewechselt werden muss. 

Statistiken:
Am 31.12 2006 waren in Deutschland 1.561 Neurochirurgen registriert, davon übten 348 eine Tätigkeit im niedergelassen Sektor aus. 182 übten keine ärztliche Tätigkeit aus. 
Der Anteil an Frauen unter den berufstätigen Neuorochirurgen betrug im Jahr 2006 13 %. 
Im Jahr 2006 waren in der Schweiz 99 Neurochirurgen registriert, davon 51 Ärzte mit Praxistätigkeit. 
Die Preise für eine Praxisgründung sind mit einem Grundkapital von schätzungsweise 110.000 € bis 150.000 € zuzüglich Gerätepark, Anschaffungskosten 250.000 € bis 1.250.000 € hoch. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neurochirurgie (Stand: 03. Sept. 2009)


Unseren anerkannter Vali-Med Experten aus einem medizinischen Fachgebiet der Neurochirurgie für Ihre medizinische Frage anfragen, wobei im Vordergrund die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme steht.

       
 

Prof. Dr. med. Steffen Rosahl

  Prof. Dr. med. Steffen RosahlSpezialgebiet: Neurochirurgie

Lebenslauf des Experten

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Nasennebenhöhlenchirurgie - Nasennebenhöhle

Immer mehr Patienten klagen über Beschwerden von Seiten ihrer Nasennebenhöhlen, so z.B. behinderte Nasenatmung, vermehrte Nasensekretion, Kopfdruck, Geruchsstörungen, vermehrte Infekte. In der Zusammenschau von Beschwerden, sorgfältiger endoskopischer Untersuchung, bildgebender Darstellung der Nasennebenhöhlen (z. B. Computertomogramm) und Funktionsprüfungen wird der für den jeweiligen Patienten beste Weg zur Verbesserung der Situation individuell gesucht. In der modernen Nasennebenhöhlenchirurgie wird der krankhafte Prozess saniert und dabei die Funktion von Nase und Nasennebenhöhlen möglichst wenig beeinträchtigt. Hierzu werden optische Hilfsmittel wie Endoskop und Mikroskop sowie Spezialinstrumente, ggf. auch der Laser eingesetzt. Bei den entzündlichen Nebenhöhlenerkrankungen liegt das Hauptaugenmerk darauf, möglichst wenig eingreifend (minimal invasiv) vorzugehen, die Engstellen gezielt zu erweitern und gesunde Schleimhaut weitgehend zu erhalten.
Quelle und weitere Informationen unter: http://www.nasennebenhoehlen-frankfurt.de

Stirnhöhle - Stirnhöhlenchirurgie

Die Stirnhöhle ist durch ihre spezielle anatomische Lage operativ besonders schwierig anzugehen. Es muss sehr sorgfältig darauf geachtet werden, bei der operativen Rekonstruktion einer suffizienten Drainage das operative Trauma möglichst klein zu halten, um eine unerwünschte Narbenbildung zu minimieren.

Ein operatives Stufenkonzept hilft für jeden Patienten die geeignete Operationstechnik anzuwenden, z.B.:
- Freimachung des Drainageweges im Siebbein (sogenannte Typ-I-Drainage nach Draf),
- Entfernung der die Drainage blockierenden Siebbeinzellen (Typ-IIa- Drainage, entspricht dem „Uncapping the egg“ nach Stammberger)
- Vollständige Drainage einer Seite (Typ-IIb-Drainage)
- Maximalen Wegnahme des Stirnhöhlenbodens durch die Nase (Typ-III-Drainage, Mediandrainage),
- Einsetzen eines Stirnhöhlenplatzhalters
- Applikation spezieller Medikamente zur Beeinflussung der Wundheilung (z.B.. Mitomycin C)
- In einzelnen Fällen ist die Ausschaltung der Stirnhöhle (Obliteration) durch Ausbohren der Schleimhaut,   Verschluss des Drainageweges zur Nase und Auffüllen mit eigenem Fettgewebe zur definitiven Sanierung  notwendig. 
  
Alle Operationen mit Ausnahme der osteoplastischen Operation erfolgen durch die Nase, endonasal, unter endoskopischer Kontrolle unter zusätzlichem Einsatz spezieller Optiken und Instrumente für die Stirnhöhlenchirurgie.

Noch einmal: Welches operative Verfahren gewählt wird, kann nur anhand einer individuellen Beratung festgelegt werden. Hierzu sind aktuelle CT-Aufnahmen, manchmal ergänzend auch Kernspinaufnahmen notwendig. 
 
Quelle und weitere Informationen: hhttp://www.stirnhoehlenchirurgie.de

Endonasale Tumorchirurgie

Durch den Einsatz von Mikroskop und Endoskop sowie weiterer moderner Geräte und Instrumente (z.B. sogenannte Shaversysteme und Navigation) können viele gutartige Tumoren und auch einzelne bösartige Tumoren der Nasen- und Nasennebenhöhlen durch die Nase, d. h. endonasal, erfolgreich operiert werden. Dies ist natürlich sehr vom Tumorstadium und der jeweiligen Anatomie abhängig.

Dies gilt insbesondere für die häufigsten gutartigen Tumoren der Nebenhöhlen:
- Osteome (gutartige Knochentumoren) und
- invertierte Papillome. Bei den Papillomen hat der Autor eine eigene Methode entwickelt, den Tumor durch die Nase vollständig zu entfernen  und hierbei die für die Klimatisierungsfunktion der Nase sehr wichtige untere Nasenmuschel zu erhalten.

Die häufigsten bösartigen Tumoren sind:
- sogenannte Plattenepithelkarzinome,
- Adenokarzinome (auch als Berufskrankheit bei Schreinern möglich),
- Ästhesioneuroblastome,
- Lymphome,
- Metastasen anderer Tumoren.
  
Welcher Eingriff und welche Therapie bei welcher Tumorart und Erkrankungsausdehnung am Günstigsten ist, kann nur in einem individuellen Gespräch entschieden werden.
 
Quelle und weitere Informationen: http://www.rainerweber.de/endonasale-tumorchirurgie.html

Arzt und Experte für Kardiologie und Koronare Herzkrankheit

Unser Arzt und Experte für Kardiologie und Koronare Herzkrankheit

In der modernen Kardiologie werden

  • Herz- und Kreislauf auf Erkrankung untersucht, wobei neben EKG und Belastungs-Test auch modernste Ultraschallverfahren mit Flussmessungen eingesetzt werden.
  • Bei Infarkt oder Infraktgefahr werden diagnostische Herzkatheteruntersuchungen und evtl. Gefäßaufdehnungen (PTCA) bei verengten Blutgefäßen einschließlich der Implantation von Gefäßstützen (Stents) vorgenommen, Etwa 10% der erkrankten Patienten werden zur Operation einem Herzchirurgen vorgestellt
  • Des weiteren: Alkoholablationen bei hypertrophen Kardiomyopathien (TASH), Ballonsprengungen von verengten Herzklappen und Verschlüsse einer offenen Vorhoftrennwand
    (PFO/ASD),
  • die invasive Testung auf Herzrhythmusstörungen (EPU), deren Verödung (Ablation), die Implantation von Herzschrittmachersystemen und von implantierbaren Defibrillatoren (ICD).
  • Kardiale Resynchronisationstherapie bei Herzinsuffizienz (Spezial-Schrittmacher)
  • Diagnostik bei Anfällen von Bewusstlosigkeit (Synkope)

Wiedereröffnung der Koronararterien bei akutem Infarkt oder drohendem Infarkt

Ziel ist, den Blutfluss im hochgradig eingeengten bzw. verschlossenen Herzkranzgefäß so rasch wie möglich wieder zu normalisieren. Die besten Akut- und Langzeitergebnisse werden erreicht, wenn das betroffene Gefäß ohne Zeitverlust mechanisch aufgedehnt wird. Es kann gleichzeitig eine Gefäßstütze, ein so genannter Stent, implantiert werden. Neuere Stents sind mit Medikamenten beschichtet, die eine bessere Einheilung ohne Narbe ermöglichen und bei ca 50% der Patienten sinnvoll sind.

Die Elektrophysiologie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von schnellen (tachykarden) und langsamen (bradykarden) Herzrhythmusstörungen.

  • Tachykarde Herzrhythmusstörungen haben ihren Ursprung häufig in den Herzvorhöfen, zB AV-Knoten-Reentry-Tachykardien, Tachykardien bei akzessorischer Leitungsbahn (WPW-Syndrom), atriale Tachykardien, Vorhofflattern und Vorhofflimmern.
    Bei komplexen Herzrhythmusstörungen kann mit CT-gestützter dreidimensionaler Bildgebung und elektroanatomischem Mapping der Ursprung der Tachykardie lokalisiert werden.
  • Vorhofflimmern wird, wenn sehr hartnäckig und störend, gewebeschonend mit Kälteenergie
    (Cryoablation) behandelt
  • Tachykarde Herzrhythmusstörungen aus der Herzkammer treten häufig bei eingeschränkter Herzpumpfunktion nach einem Herzinfarkt (Ischämische Kardiomyopathie) oder nach einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis, Dilatative Kardiomyopathie) auf. Bei erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Herztod kann ein Kardioverter/Defibrillator (ICD) implantiert werden. Bei zusätzlich bestehender Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann eine zusätzliche Elektrode im Koronarvenensinus zu einer Verbesserung der Herzpumpleistung führen (biventrikulärer ICD, kardiale
    Resynchronisationstherapie).
  • Bradykarde Herzrhythmusstörungen treten alters- und anlagebedingt, oder gelegentlich im Rahmen einer koronaren Herzerkrankung oder nach Myokarditis auf. Sie können zu anfallsweisem Bewusstseinsverlust (Synkope) führen. Hier kann ein kleiner Einkammer- oder Zweikammer-Herzschrittmacher die Lebensqualität normalisieren.

Bei unklaren Synkopen kann ein Gerät von der Größe eines Memory-Sticks unter die Haut implantiert werden. Über den aufgezeichneten Herzrhythmus kann so die Ursache der Synkope diagnostiziert werden und eine spezifische Therapie eingeleitet werden.

Die Echokardiographie ist das in der Kardiologie am häufigsten angewandte bildgebende Verfahren. Mit Ultraschallwellen können sowohl die Gestalt als auch die Funktion von Herzstrukturen beurteilt werden.

Das Verfahren wird bei praktisch allen Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt und ist für den Patienten nicht belastend. Eine solche Untersuchung dauert 10-30 min und erfordert keine spezielle Vorbereitung. Beurteilt wird die Qualität der Herzfunktion und der Herzklappen – gelegentlich auch unter Belastungsbedingungen (Stressecho)

Bei besonderen Fragestellungen verwendet der Arzt eine in die Speiseröhre eingeführte Sonde (transösophageale Echokardiographie – TEE bzw. „Schluckecho“)

  • Bei der transösophagealen Echokardiographie (TEE) werden über einen dünnen Schlauch von der Speiseröhre aus Ultraschallbilder des Herzens gewonnen. Durch fehlende Lungen- und Knochenüberlagerung sind diese Bilder besonders hochauflösend und bei einigen Erkrankungen aussagekräftiger als die konventionelle Echokardiographie.
  • Bei der Stress-Echokardiographie wird der Patient während einer echokardiographischen Untersuchung belastet (Fahrrad im Liegen) oder erhält ein Medikament, das Pulsrate und Blutdruck steigert. Es handelt sich um eine Belastungsuntersuchung nach dem gleichen Prinzip wie das des Belastungs-EKGs. Die Untersuchung ist jedoch bei guter Schallqualität aussagekräftiger.
  • Bei der Gewebedoppler-Echokardiographie werden Geschwindigkeit und Verformung von Herzmuskelgewebe verfolgt und man kann Erkrankungen des Herzmuskels z.T. früher und zuverlässiger nachweisen als bei der herkömmlichen Echokardiographie.
  • Bei der Kontrast-Echokardiographie wird ein Kontrastmittel über die Vene gespritzt, das Herzstrukturen besser sichtbar macht. Echo-Kontrastmittel enthalten kein Jod und sind auch bei Nierenfunktionseinschränkung anwendbar.
  • Die dreidimensionale Echokardiographie spielt derzeit keine bedeutsame Rolle. Es können hiermit Herzhöhlen zur Volumenbestimmungen und Klappeneindrucksvoll dargestellt werden.

Bei der „Herzinsuffizienz“ handelt es sich um eine Pumpschwäche des Herzens. Dadurch werden die Organe nicht mit genügend Sauerstoff versorgt. Anfänglich ist hauptsächlich die Muskulatur betroffen und Beschwerden wie Luftnot, Müdigkeit oder Leistungsminderung treten nur bei stärkerer Belastung auf.

Im Verlauf der Erkrankung können Beschwerden aber schon bei Alltagstätigkeiten oder in Ruhe auftreten und damit die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Ursächlich für die Herzinsuffizienz ist häufig eine Erkrankung des Herzmuskels mit eingeschränkter Herzpumpleistung oder ein Herzklappenfehler. Herzmuskelschwäche kann nach einem Herzinfarkt , nach einem verschleppten grippalen Infekt (Herzmuskelentzündung) oder durch langjährig hohen Blutdruck auftreten.

Eine medikamentöse Therapie zur Entlastung des Herzens ist in jedem Fall erforderlich. Hier werden ACE-Hemmer und Betablocker eingesetzt. Wassertabletten (Diuretika) helfen dem Herzen die Flüssigkeit über die Nieren auszuscheiden.

Bei hochgradig eingeschränkter Herzpumpfunktion besteht das Risiko für bösartige Herzrhythmusstörungen einschließlich plötzlichen Herztod. Dagegen ist eine medikamentöse Therapie häufig wirkungslos, so dass ein spezieller Herzschrittmacher (Implantierbarer Defibrillator, ICD) eingesetzt werden muss.

Manche Patienten profitieren von einer getrennten Stimulation der rechten und linken Herzkammer (kardiale Resynchronisation mit biventrikulärer Stimulation).

Unser anerkannter Vali-Med Experte aus dem medizinischen
Teilgebiet der Kardiologie (Schwerpunkt: Koronare Herzkrankheit, Schwerpunkt Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen)
Prof. Dr. Reifart für Ihre medizinische Frage, wobei im Vordergrund die Qualität dieser gutachterlichen Stellungnahme steht.

     

Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

  Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

Spezialgebiet:
Kardiologie - Koronare Herzkrankheit, Schwerpunkt Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen

Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart bei Vali-Med anfragen.

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